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Borna Pegau taucht in die Historie ein
Region Borna Pegau taucht in die Historie ein
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15:55 19.05.2015
Seiler Manfred Selle gab den Besuchern Einblicke in sein historisches Handwerk. Quelle: Mathias Bierende

Die zweitägige Veranstaltung begann am Freitagabend mit einem Stadtrundgang. Der Pegauer Bürgermeister Peter Bringer (parteilos) zog eine positive Bilanz des Altstadtfestes.

An der Stadtführung nahmen 90 Leute teil, die teilweise auch in historischen Gewändern erschienen waren. Schließlich spielen die weltgeschichtlichen Ereignisse des Jahres 1813 bei Leipzig in diesem Jahr auch in Pegau eine wichtige Rolle. Am Freitagabend wurde zudem der zweite Kunstmarkt eröffnet, bei dem sich 17 Künstler präsentierten. Im Volkshaus gab es deshalb am Sonnabend auch eine Kunstauktion, bei der mehr als 40 Skulpturen und Bilder angeboten wurden. Kunstmarkt und Auktion waren von Bärbel und Rainer Pleß organisiert worden.

Vor dem Napoleonhaus war am Sonnabend eine große Festtafel für Wiprecht von Groitzsch gedeckt worden. Dort gab es auch ein farbenfrohes Spektakel, bei dem Gewänder aus verschiedenen Epochen zu sehen waren. Moderiert wurde die Show von Wolfgang Six, der als Friedrich August Fissel auftrat, ein ehemaliger Pegau Chronist (1782-1858). Beteiligt an dieser farbenfrohen Vorführung waren neben Bürgern auch Mitglieder des Pegauer Karneval Klubs (PKK,) sowie die Damen aus dem "Nähkästchen" um Beate Niedzballa.

Die acht Näherinnen hatten an drei Nähmaschinen viele Kostüme geschneidert. "Das war eine harte Arbeit", sagte Beate Niedzballa. Damit hatten die Damen bereits im Mai begonnen. "Hut ab", würdigte der Pegauer Ortschronist Tylo Peter die Arbeit der Damen.

Beim Biwak im Klostergarten dampfte später die Suppe im Kessel. Dafür sorgten die Marketenderinnen des Königlich-Sächsischen Chevauleger Regiments. "Wir versorgen zudem die Kämpfer der befreundeten Vereine", erklärte Marketenderin Gertraud Matthes. Sie wies darauf hin, dass Marketenderinnen sozusagen die Vorfahren des Roten Kreuzes waren, weil sie sich auch um die Verwundeten kümmerten. Gerhardt Friedrich gab in seiner Uniform mit roten Biesen einen preußischen Soldaten. Er kommt aus Schkeuditz und macht seit 1984 bei den Lützowern mit. Seine Flinte, ein Vorderlader, hat Kaliber 75 und muss regelmäßig geputzt werden.

Auf dem Kirchplatz gab es historisches Handwerk zu sehen, darunter einen Korbflechter einen Schmied und einen Seiler. Anja Roth und Richard Petersen spielten Gaukler, zudem erlebten die Besucher Märchenerzähler und Spielleute.

Am Sonnabendabend herrschte dann beste Stimmung in den Pegauer Bier- und Weingärten. Auch als aus dem Niesel- ein Dauerregen wurde, tat dies der guten Laune keinen Abbruch.

Freitag, Sonnabend und Sonntag war das Museum mit seiner Sonderausstellung zum Jahr 1813 geöffnet. Der Pegauer Bürgermeister Bringer freute sich jedenfalls: "Die Stadt und das Fest leben von den zahlreichen Menschen." Der Rathauschef verwies auf die vielen historischen Kostüme. Zugleich würdigte er, dass viele Pegauer an der Veranstaltung mitwirkten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.09.2013

Bierende, Mathias

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