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Pegau will neuen Hort bauen

Pegau will neuen Hort bauen

Die Reparatur der Hochwasserschäden im Pegauer Hort wird teuer. Bis zu 100 000 Euro plant Bauamtsleiter Gunther Grothe dafür ein. Doch dies wird wohl das letzte Hochwasser sein, das den Hort trifft.

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Nachdem das Hochwasser das Hort-Erdgeschoss überflutet hatte, sind nun auch junge Männer von der Jugendstrafanstalt Regis-Breitingen damit beschäftigt, die Zimmer zu renovieren.

Quelle: Thomas Kube

Pegau. Grund: Pegau will den alten Standort aufgeben und woanders neu bauen. Darauf verständigte sich Dienstagabend der Bauausschuss.

Von Claudia Carell-Domröse

"Der Hort muss dort weg. Allerdings ist es nicht leicht, einen geeigneten Standort nahe der Schule zu finden", sagte der Amtsleiter. Man habe ein Grundstück im Blick und werde dies jetzt prüfen. In welcher Form dort gebaut werde, sei noch offen. Das Projekt sei auch nicht von heute auf morgen aus dem Boden zu stampfen. Mehr als eine Million Euro würden dafür gebraucht, "das können wir nicht nur mit Eigenmitteln finanzieren, wir müssen also Förderung beantragen". Eventuell könnten auch Gelder aus der Fluthilfe genutzt werden.

Wenn "alle Glücksmomente" eintreffen - also wenn Planung, Baugenehmigung und Förderung schnell klappen - könnte der neue Hort nächstes Jahr fertig sein. Es ist aber auch gut möglich, dass es länger dauert.

Bis dahin werden die 135 Hortkinder im bisherigen Domizil bleiben. Dort wird jetzt kräftig gewerkelt. Das gesamte Erdgeschoss war überflutet und muss saniert werden. "Wir machen aber nur das Nötigste", sagte Grothe. Er geht davon aus, dass in zwei bis drei Wochen die Hälfte des Horts wieder genutzt werden kann. Die übrigen Arbeiten sollen dann in den Ferien über die Bühne gehen.

Für die Zwischenzeit muss eine Notlösung her: Die Horterzieherinnen sind derzeit am Nachmittag mit den Mädchen und Jungen in den Klassenzimmern der Grundschule, auch Mittag können die Kinder dort essen. "Das ist sicher nicht optimal, aber es funktioniert erst mal", sagte Erzieherin Heike Eckhardt. Sie dankte nochmals allen Helfern, die am Wochenende bei der Aufräumaktion mitgemacht haben. Das Hort-Team habe versucht zu retten, was zu retten war, doch viele Sachen mussten dennoch auf den Sperrmüll. Ein Teil der Spielsachen wurde jetzt in die Schule gebracht. Darunter sind auch ganz neue Spiele - gesponsert von einer Leipziger Firma.

Auch andere denken an den Pegauer Hort. Der Energieversorger enviaM spendet 15 000 Euro für die Beseitigung der Hochwasserschäden für Projekte in Burkhardtsdorf, Leisnig, Mylau, Penig und Pegau. In der Elsterstadt sollen konkret Hort und Tanzsportzentrum unterstützt werden, teilte das Unternehmen gestern mit.

Heute Abend veranstaltet das Groitzscher Gymnasium ein Benefizkonzert für den Hort der Nachbarstadt. Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste musizieren ab 19 Uhr vor der Aula. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen - und jeder Euro helfe. Wie die Schule mitteilte, kann nach dem Konzert auch die Sternwarte besucht werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2013

Carell-Domröse, Claudia

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