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Borna Pegauer Abenteurer bringt per Dia-Vortrag die Welt ins Wohnzimmer
Region Borna Pegauer Abenteurer bringt per Dia-Vortrag die Welt ins Wohnzimmer
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22:00 09.02.2016
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Pegau


Als ersten Schritt in den Unruhestand wurde Heinz-Joachim Günther Mitglied im Verein für Heimatkunde zu Pegau und bekam gleich ordentlich zu tun, den Wandel seiner Heimatstadt mit der Kamera festzuhalten. Er arbeitete für das Stadtarchiv und das Stadtmuseum, schrieb Beiträge für die Leipziger Volkszeitung und gestaltete die Heimatblätter mit. In dieser Zeit entstanden beeindruckende Fotoserien zu den eingemeindeten Dörfern Weideroda, Großstorkwitz und Wiederau sowie zur Pegauer 900-Jahr-Feier 1996.

Zusammen mit seiner Frau Friederike genoss der Heimatfreund seine neu gewonnene Freizeit in vollen Zügen. Häufig besuchte das Paar seine Tochter Evelyn, die 1994 nach Italien auswanderte und als Angestellte der Europäischen Union in Turin arbeitete. „Schon während unserer ersten Italienreise habe ich mich in das Land verliebt“, sagte der 79-Jährige in einem früheren LVZ-Interview. Auf diesen Reisen und verschiedenen Kreuzfahrten fotografierte er fleißig Menschen, Natur und Sehenswürdigkeiten, während seine Frau Wissenswertes über Land und Leute notierte. Mehr als 30 Reisereportagen stellte der Weltenbummler in unzähligen Stunden zusammen, während seine Frau bei den Pegauer Gymnastikgruppen und in der Volkhochschule aktiv war, bis sie 2012 verstarb.

Schnell hatte sich Heinz-Joachim Günther in der Elsterregion einen Namen gemacht und war ein gern gesehener Gast in den Seniorenheimen, Kultur- und Heimatvereinen sowie im betreuten Wohnen. Seine Dia-Vorträge brachten den Menschen auf bequeme Weise die Welt ins Wohnzimmer. „Die Sache hat für mich auch einen guten Nebeneffekt. Neben der kulturellen Betreuung der Senioren und Bürger, bin ich beschäftigt, werde geistig gefordert und komme als alleinstehender Rentner unter Menschen. Ihr Dank und die Anerkennung sind mein Lohn und Antrieb für diese ehrenamtliche Arbeit seit mittlerweile 20 Jahren.“

Vor einigen Jahren hob der Heimatfreund mit weiteren Gleichgesinnten den Pegauer Blumenwettbewerb aus der Taufe und ging mit Werner Halbeck, einem guten Fotofreund und versierten Techniker, auf die Pirsch nach dem schönsten Ecken in der Stadt. „Er wurde mein Helfer und Berater bei allen Vorträgen. Aber leider musste er 2014 aus Krankheitsgründen aufhören und ich fand in Klaus Waldapfel einen neuen Helfer.“ In dieser Zeit entstand auch der Kontakt zu Mario König von der Volkssolidarität in Borna, der eine Reihe von Vortragswünschen in Rentnerklubs und im Betreuten Wohnen Borna-Gnandorf, Lobstädt, Kitzscher und Böhlen nach sich zog. Eine Sozialarbeiterin des DRK organisiert darüber hinaus Vorträge in den Seniorengruppen Zwenkau und Markkleeberg.

Akribisch bereitet sich der 79-Jährige auf seine Vorträge vor, studiert Karten und Reisebroschüren, recherchiert im Internet und würzt seine persönlichen Erfahrungen mit historischen Hintergründen und Fakten. Ein besonderer Höhepunkt war für ihn die Reise nach Mexiko, zusammen mit seiner Tochter und drei erwachsenen Enkeln über Weihnachten und Silvester 2012/13. Anlass war die Hochzeit seines Enkels Philippe mit seiner mexikanischen Frau Sara nach mexikanischer Tradition. „Außerdem konnten wir die Schönheiten und das Leben in Zentralmexiko kennenlernen – ein unvergessliches Erlebnis“, schwärmt der Pegauer bis heute.

Von Kathrin Haase

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