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Borna Pegauer DRK hat bald neues Domizil
Region Borna Pegauer DRK hat bald neues Domizil
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14:34 19.05.2015
Der Architekt plant schon: In die Pegauer Schloßstraße 6 soll das Deutsche Rote Kreuz einziehen. Quelle: LVZArchiv

Ein Abriss der völlig zerstörten Baracke mit anschließendem Neubau war nicht geplant. "Einerseits wären die Kosten zu hoch gewesen, andererseits sind wir 2011 beinah abgesoffen und 2013 komplett", sagte Ortsvereinschef Oliver Gentzsch. Es sei nicht auszuschließen, dass sich so ein Hochwasser noch einmal ereignet. Demnach entschieden sich Stadt und DRK für ein Objekt außerhalb des Überschwemmungsgebietes.

Den Pegauer Ortsverein hatte es besonders schwer getroffen - war er doch gerade im Juni vergangenen Jahres dabei, einen Sanitätskurs an der Oberschule Pegau zu installieren und eine Jugendgruppe aufzubauen. Mit dem Ortsverband Zwenkau war auch ein Zeltlager für Jugendliche geplant, das buchstäblich ins Wasser fiel. Um junge Leute an das DRK zu binden, sei es erforderlich, eine gewisse Kontinuität zu bieten. "Es ist hart, wenn die Natur einem dann so einen Strich durch die Rechnung macht", meinte Gentzsch.

Aufgrund des Verlustes des früheren Vereinshauses und der anschließend schwierigen Situation übernahm der Kreisverband Leipzig den Schulsanitätsdienst. Die Blutspende findet nun im Volkshaus Pegau statt. "Die Zeit nach dem Hochwasser war für uns nicht gerade einfach", so der Vorsitzende. Viele Mitglieder haben ihre Privathäuser und Garagen für die Lagerung von Werkzeug, diversen Gerätschaften und Fahrzeugen zur Verfügung gestellt.

Der Ortsverband blickt aber nun zuversichtlich in die Zukunft und freut sich, dass nach der Besichtigung einiger Gebäude beschlossen wurde, das leer stehende Wohnhaus in der Schloßstraße 6 für das DRK zu sanieren. Das Gebäude ist nicht zu groß, Stellplätze für Fahrzeuge sind vorhanden und der Zugang zur Straße ist ideal. Die Stadt sieht darin auch einen positiven Aspekt - so kann das seit Jahren leer stehende Gebäude, früher bekannt als "Fisch-HO", saniert und erneut genutzt werden. "Kosten- und Nutzeffekt" sind ideal, resümiert Gentzsch.

Die Stadt Pegau hat gegenwärtig einen Architekten mit der Entwurfsplanung beauftragt. Bis Ende dieses Monats könnte das Nutzungskonzept stehen und eine Ausschreibung für die Sanierung des Hauses - mit großzügiger Förderung - in Auftrag gegeben werden. Das DRK ist erleichtert, dass es jetzt vorwärtsgeht. Doch bis zum Einzug in die Schloßstraße 6 wird dennoch einige Zeit vergehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014
Benjamin Berger

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