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Borna Pegauer Familie pflegt seit 13 Jahren ihr immergrünes Heckenpferd
Region Borna Pegauer Familie pflegt seit 13 Jahren ihr immergrünes Heckenpferd
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12:01 29.03.2018
Joachim Nötzold stutzt in Pegau seinem Pferd in der Hecke die Mähne. Quelle: Jens Paul Taubert
Pegau

Es braucht keinen Stall, keinen Auslauf und noch nicht einmal Futter: Das Pferd von Joachim Nötzold in der Pegauer Ratsziegelei ist ausgesprochen pflegeleicht und fordert höchstens im Frühjahr und Herbst ein bisschen Zuwendung. Denn der große Braune ist streng genommen ein großer Grüner – ein Heckenpferd, filigran in eine immergrüne Thuja-Koniferenhecke geschnitten, die nur regelmäßig gestutzt werden muss.

Das grüne Pferd in der Pegauer Hecke. Quelle: Jens Paul Taubert

Vor ungefähr 13 Jahren hat der Buchbindemeister und Gartenfreund sprichwörtlich aufs Pferd gesetzt. Als der Nachbarsjunge noch klein war, schuf Nötzold ihm und sich selber zur Freude dieses lebensgroße Exemplar. „Ich bin kein Künstler, aber ich liebe Pferde und habe sie schon als Kind gerne gemalt“, erzählt der 72-Jährige.

Das Pferd gehört zur Familie

Also griff er eines Tages zur Heckenschere und legte los, nur mit Augenmaß, ohne Skizze und doppelten Boden. Stunden später war der Vierbeiner „geboren“ und gehört seitdem zur Familie. Einen Namen trägt der genügsame Gaul jedoch nicht. „Wir wollen es mal nicht übertreiben“, lacht der Pegauer, der nie ein eigenes Pferd aus Fleisch und Blut besessen hat.

Von seinem Haus aus hat das Ehepaar Nötzold einen direkten Blick auf das Heckentier. „Als jetzt Schnee lag, hatte es eine weiße Kante, das sah richtig herrlich aus, ich musste immer wieder hingucken.“ Schon bald greift der Pegauer aber wieder zur Schere und stutzt einem Liebling die Mähne. „Im Frühjahr haben die Koniferen ein ganz besonderes Grün, das sieht dann wunderbar aus“.

Eins kann der sympathische Pferdeflüsterer jedoch ausschließen: Nachwuchs wird sein Heckenpferd nie bekommen.

Von Kathrin Haase

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