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Borna Pegauer Flutbrücke wird am 28. Juni eingeweiht
Region Borna Pegauer Flutbrücke wird am 28. Juni eingeweiht
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14:02 09.05.2018
Auf der Flutbrücke liegt der Asphalt bereits, auf die Widerlager, die Übergänge zum dem Erddamm, muss er noch aufgebracht werden. Ramon Schreiber stellt unter dem Silo eine neue Mischung her. Quelle: Mathias Bierende
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Pegau

Gunther Grothe klingt erleichtert. „Jetzt erwarten wir keine Schwierigkeiten mehr.“ Zu lange beschäftigt den Pegauer Bauamtsleiter schon die Sanierung der zweiten Flutbrücke auf der Ortsverbindungsstraße zwischen Pegau und Groitzsch. Und mit ihm alle, die gern diese Fahrbahn nutzen, vorbei am Fuße der Wiprechtsburg, anstatt die Bundesstraßen 2 und 176.

Einweihungstermin steht endlich

„Für den 28. Juni, 15 Uhr, planen wir jetzt die Einweihung der Brücke“, kündigt er an. Die Verkehrsfreigabe könne aber vielleicht erst am nächsten Morgen sein.

Mitarbeiter der Firma Kühnapfel Spezialbau bringen in den Brückenbögen Spritzbeton auf. Quelle: Mathias Bierende

Die Straße ist seit dem 10. Oktober 2016 gesperrt. Wieder einmal. War doch zuvor bis zum Juni die nur wenige Meter entfernte Marienbrücke auf Groitzscher Gemarkung über mehrere Monate erneuert worden. Auch dort war längst nicht alles glatt gelaufen.

Kein Wunder bei den alten Bauwerken, die zudem beim Hochwasser 2013 arg in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Da mussten Kommunen und Firmen einige negative Überraschungen in Kauf nehmen.

Negative Überraschungen

Beim Pegauer Vorhaben kam es aber dicker. Für die neue Gründung zur besseren Standsicherheit waren zunächst sogenannte HDI-Pfähle vorgesehen gewesen. Dabei wird eine aushärtende Emulsion per Hochdruck-Injektionen in Bohrungen gepresst.

Allerdings war die Firma dabei sowohl auf massive Metallteile als auch altes Holz gestoßen. „Damit war eine ordentliche Tragfähigkeit nicht gegeben, und wir mussten eine veränderte Gründung vorsehen“, so Grothe.

Neue Berechnungen und Statiküberprüfungen verzögerten das Projekt um weitere Wochen. Nachdem ein passendes Spezialunternehmen mit Kapazität gefunden worden war, brachten dessen Mitarbeiter die Mikropfähle – Stahltragglieder (Bewehrung) in einer Betonverpressung – in den Boden. Wo selbst mit mehreren eingesetzten Maschinen nur vier Löcher pro Tag gebohrt werden konnten.

Fertigstellungstermin mehrfach verschoben

Der neue Brückenaufbau musste so lange warten. Der zweite Winter ließ die Arbeiten erneut ruhen, sodass weder aus der anfangs erhofften Fertigstellung im Spätsommer 2017 noch aus dem später genannten Jahresende etwas wurde.

Inzwischen „ist die Fahrbahnplatte drauf und sind die Kappen betoniert“, sagt Pegaus Bauamtsleiter. Zu erledigen seien nun noch Arbeiten an den Gewölben und darunter. Nichts, was Probleme mit sich bringen sollte. Die gibt es eher mit dem Geländer.

„Auch da war es schwierig, eine Firma zu finden, die uns das vorhandene aufarbeitet.“ Schließlich stehe das gesamte Bauwerk unter Denkmalschutz – deshalb ja der große Aufwand, statt komplett neu zu bauen. „Eventuell müssen wir eine Notsicherung vornehmen, denn am fehlenden Geländer soll die Freigabe nicht scheitern.“

Kosten sind mehrfach gestiegen

Wie die Bauzeit sind auch die Kosten nicht zu halten gewesen. Die rund 850 000 Euro, für die die Firma BIB Beton- und Ingenieurbau Böhlen (die auch Subunternehmer einsetzt) den Zuschlag erhalten hatte, wurden erst um 100 000 und dann auf 1,1 Millionen Euro korrigiert.

Jetzt sagt Amtsleiter Grothe, dass „wir wohl bei den 1,3 Millionen Euro rauskommen, die ganz am Anfang mal ermittelt worden waren“. Was zum Glück für die Kommune wegen des Hochwasserschadens vollständig über Fördermittel finanziert wird.

Von Olaf Krenz

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