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Pegauer Karnevalklub: Fließend Wodka und Eierlikör im Abenteuerland

Abendveranstaltung Pegauer Karnevalklub: Fließend Wodka und Eierlikör im Abenteuerland

In seiner zweiten Abendveranstaltung zündete der Pegauer Karnevalklub am Sonnabend eine Showrakete nach der anderen: Vier Stunden lang regierten Musik und Tanz, Gesang, Erotik, Ostalgie und politisches Kabarett im Volkshaus Pegau. Das Zeug zu einer Karnevalslegende dürfte der Auftritt des Elferrates mit seinem Besuch im Märchenland haben.

Die Prinzengarde verarbeitet in ihrer „Reise um die Welt“ musikalische Ohrwürmer wie „Amsterdam“, „Griechischer Wein“ oder „YMCA“. Prinzessin Yvonne II: (re.) klatscht begeistert Beifall.

Quelle: Verein

Pegau. Wo ist das Land, in dem Wodka und Eierlikör fließen, Kussfreiheit herrscht und es Lachen auf Rezept gibt? In Pegau zur fünften Jahreszeit. „Der PKK reicht euch die Hand – Kommt mit ins Abenteuerland“, hatte der Karnevalklub in seiner 52. Saison gedichtet und Ihre Hoheiten Prinzessin Yvonne II. und Prinz Rigo I. öffneten am Sonnabend ganz weit die Tore in das Volkshaus Pegau.

Was dann geschah, war großes Tennis über vier Stunden: Livemusik, Tanz, Ostalgie, Erotik und Kabarett, zunehmend auch vom jungen Gemüse des Vereins vorgetragen. Wunderbare Auftritte des Jugendtanzpaares Nelly Poser und Robin Schulter, der Mariechen Chayenne Wiesemann und Laila Nitzschke – sie schlugen das Rad mit einer Hand – wechselten sich mit dem flotten Schaftanz der Rasselbande oder den Büttenreden von Charlotte Gozik und der verhinderten Weinkönigin Meike Lippold ab. Diese stach ihre Mitbewerberinnen erst mit einem Trick aus, testete dann Eiswein und Spätlese und musste das Krönchen doch noch an eine Groitzscherin abgeben.

Verkleidet als Käptn Rothbart und Fantasia führten Uwe Roth und Antje Landgraf durch das Programm

Verkleidet als Käptn Rothbart und Fantasia führten Uwe Roth und Antje Landgraf durch das Programm.

Quelle: Kathrin Haase

Karin und Uwe Heimann schossen als Bienchen und Karl wieder den Vogel ab. Mit Schoten aus ihrem Eheleben sind sie bekannt geworden, etwa, dass Karl nach einigen Bierchen lieber den Aschenbecher leerfuttert anstatt die Erdnüsse zu knabbern. Bienchen schwärmte dagegen von einem luxuriösen Pelzmantel. „Den oder keinen“, flötete sie ihrem Gatten zu. „Das ist in Ordnung. Dann keinen“, konterte Karl. Darauf wieder sie: „Was ist der Unterschied zwischen einer Kaffeemaschine und einem Opa? Die Kaffeemaschine kann man entkalken.“ Nettigkeiten und ein bisschen Bildungskarneval („Erdbeeren sind Nüsse“) rundeten ihre Geschichten ab.

Ein Wiedersehen mit den Figuren des DDR-Kinderfernsehens hatte der Elferrat arrangiert. Herr Fuchs und Frau Elster, Pitti und Schnatterinchen, Frau Puppendoktor Pille, Jan und Tini und das Sandmännchen – alle waren zum großen Klassentreffen nach Pegau gekommen. Zum Brüllen komisch: Spejbl, Hurvinek und Manitschka, die frechen Holzpuppen aus der Tschechei („Du, Vatti, sag mal, was ist Liebä...“). Der Saal tobte, als sich die drei Fleisch gewordenen Marionetten bewegten wie einst die Originale im Fernsehen. Das Stück hat das Zeug zu einer Legende.

Musterschülerin Charotte Gozik in der Bütt

Musterschülerin Charotte Gozik in der Bütt.

Quelle: Kathrin Haase

Die vier „Woman in Black“ sind es schon. Als Wirtschaftsflüchtlinge verschlug es die Grazien nach Russland, wo sich jede einen Oligarchen angelte und ihm was von „ja lublju tebja“ (ich liebe dich) säuselte. Die Damen zogen über Putin her, ließen den eitlen Russenchef mit freiem Oberkörper auf einem Pferd über die Bühne galoppieren und kassierten für ihre Systemkritik glatt 20 Jahre Verbannung nach Sibirien. Darauf einen Wodka – doch nicht ohne vorher über die aktuelle Stadtpolitik herzuziehen. Von der Groitzscher Politesse, die in Pegau „sehr engagiert abkassiert“ und einem Kämmererposten, der „bis jetzt auch noch von einem Groitzscher besetzt ist“ bekamen allerhand Zeitgenossen ihr Fett weg. Beate Niedzballa und Birgit Gottschalk süffelten danach als „Heide und Herta“ lecker Eierlikör, berichteten von einer Kreuzfahrt auf der MS Abendrot („MS für Mumienschlepper“) und empfahlen die Fettabsaugung to go (zum Mitnehmen).

Von Kathrin Haase

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