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Pegauer Kinder zeigen ihren Hort: Band für Neubau symbolisch zerschnitten

Investition Pegauer Kinder zeigen ihren Hort: Band für Neubau symbolisch zerschnitten

Beim Hochwasser im Jahr 2013 ging der alte Hort in Pegau unter. Trotz zügigem Wiederaufbau stand schnell fest, dass das Überschwemmungsgebiet kein guter Ort für solch eine Einrichtung ist. Nach vielen Geldsorgen konnte am Sonnabend nun der neue Hort eingeweiht werden.

Hortleiterin Andrea Galozi, Daniel Lori, Frank Rösel und Landrat Henry Graichen (v.l.) schneiden gemeinsam mit Hortkindern das Band für die symbolische Eröffnung durch.

Quelle: Gislinde Redepenning

Pegau. Mit einem Tag der offenen Tür feierte Pegau am Sonnabend die Eröffnung des neuen Horts. Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) ließ die Entstehung vor zahlreichen interessierten Eltern, Ehrengästen und natürlich Kindern Revue passieren, bevor die schmucken Räumlichkeiten für den ungewohnten Ansturm freigegeben wurden.

Die Besucher kamen mit den Händen voller Geschenke zum Einstand. Architekt Joachim Albus übergab symbolisch den Schlüssel, Thomas Straßburger von der Deutschen Stadtentwicklungs- und Gründungsgesellschaft (DSK) brachte einen Apfelbaum für den neuen Schulgarten mit. An der Stelle des alten Gartens entstand das neue Domizil für 150 Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse.

„Der alte Hort am Schützenplatz ist 2013 im Hochwasser untergegangen“, erinnerte Frank Rösel. Er wurde danach zwar in Ordnung gebracht, doch sei der Standort im Überschwemmungsgebiet keine dauerhafte Lösung gewesen.

Auf städtischem Gebiet, bebaubar und hochwassersicher sollte der neue Standort sein, der unter Führung des damaligen Bürgermeisters Peter Bringer, der sich ebenfalls vom gelungenen Bau überzeugte, schließlich in der Schulstraße/Ecke Vorwerk ausgewählt wurde. Ein zweckmäßiger Flachbau, so die Wunschvorstellung, durfte hier nicht entstehen. Der hätte sich nach den Vorgaben des Denkmalschutzes nicht harmonisch ins Stadtgebiet eingefügt.

Mit dem neuen Gebäude sei man jedoch glücklich. „Auf großzügig angelegten zwei Etagen lassen sich die unterschiedlichsten Nutzungskonzepte verwirklichen“, so der Bürgermeister.

Von der Grundsteinlegung im Januar 2016 bis zur Inbetriebnahme im Februar diesen Jahres wurden 2,68 Millionen Euro verbaut, davon 1,13 Millionen aus Hochwassermitteln. 400 000 Euro sind Fördermittel aus dem Programm Stadtumbau Ost. 286 000 Euro kamen an Spenden zusammen, 150 000 von der Arche noVa, 43 000 von der DOW und 93 000 vom Bundesverband der Volkssolidarität. 860 000 Euro sind eigene Mittel.

Die Volkssolidarität organisiert im Auftrag der Stadt als freier Träger die Betreuung. „Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem tollen Objekt“, betonten Daniel Lori, Geschäftsführer des Kreisverbands Borna, und Viola Heinig, Bereichsleiterin für Kitas. „Die Wege für die Kinder von der Schule zum Hort sind nun viel kürzer und die Arbeitsbedingungen für die Erzieherinnen besser. Die Abläufe werden sich bald einspielen.“

Davon ist auch Hortleiterin Andrea Galozi überzeugt. „Unsere Philosophie ist es, die Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen“, erklärte sie. „Das erkennt man auch in den jeweiligen Zimmern, in denen die Kinder sofort loslegen können.“ Die seien nun großzügiger und heller. Die Beaufsichtigung war jedoch im Flachbau einfacher. Durch die Aufteilung über die Etagen müsse man noch mehr Vertrauen in die Kinder setzen und darauf achten, dass die gemeinsam mit den Kindern aufgestellten Regeln auch befolgt würden.

Kreativ- und Designerwerkstatt, Entspannungszimmer oder Spielecke, Medienzimmer oder Kochstudio lassen keine Wünsche offen. Neben den Erzieherinnen führten auch Mädchen und Jungen als Team Hort durch die Einrichtung, erklärten mutig vor der Schar der Gäste ihre Räume und beantworteten mit Feuereifer neugierige Fragen. Bei aller Freude verriet der elfjährige Niklas Seydel ein kleines Manko: „Im alten Schulgarten konnte man sich besser verstecken.“ Bis es im neuen Garten soweit sei, werde er wohl nicht mehr im Hort sein.

Von Gislinde Redepenning

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