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Borna Pegauer Kita „Sonnenschein“ wird 50
Region Borna Pegauer Kita „Sonnenschein“ wird 50
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12:32 29.10.2018
Feier zum 50-jährigen Bestehen der Pegauer Kindertagesstätte "Sonnenschein", Ernst-Reinsdorf-Straße: Leiterin Yvonne Pritz (vorn rechts) hat Glückwünsche von Daniel Lori, Geschäftsführer des freien Trägers Volkssolidarität Kreisverband Borna, entgegengenommen. Quelle: Martin Böhme
Pegau

Das große Geschenk ist noch in Arbeit. Gefeiert wurde aber schon mal intern, dass Pegaus Kindertagesstätte „Sonnenschein“ 50 Jahre besteht. Ein tolles Fest kündigt Leiterin Yvonne Pritz fürs nächste Jahr an. Wenn dann die neuen Außenanlagen in der Einrichtung des freien Trägers Volkssolidarität Kreisverband Borna präsentiert werden können.

Seit fünf Jahrzehnten werden in der Pegauer Tagesstätte „Sonnenschein“ in der Ernst-Reinsdorf-Straße Mädchen und Jungen betreut. Die Einrichtung mit 30 Krippen- und 60 Kindergartenplätzen ist voll ausgelastet.

Glückwünsche für Kita „Sonnenschein“

Pritz hatte zunächst nur Vertreter von Rathaus und Stadtrat, Träger und Elternrat eingeladen – und vor allem aktuelle und ehemaligen Mitarbeiter. Kolleginnen der ersten Stunde um die damalige Chefin Regina Schmidt setzten ihre Unterschrift auf das Jubiläumsplakat. Daniel Lori, Geschäftsführer der Bornaer Volkssolidarität, überbrachte ebenso Glückwünsche und ein Geschenk wie Bürgermeister Frank Rösel (parteilos), der einen Kirschbaum für den künftigen Obst- und Gemüsegarten stiftete.

Fünf Jahrzehnte Kinderbetreuung

Kita-Leiterin Pritz, die hier selbst als kleines Mädchen betreut worden war, ist seit 1999 Erzieherin im ehemaligen Haus II der Pegauer Kindereinrichtung. 2010 wurde sie die Leiterin, die fünfte nach Schmidt, Christa Marinoff, Angela Schilling, noch einmal Schmidt sowie Silke Müller. Für ihre dreiseitige Jubiläumsrede hatte Pritz, ergänzend zu eigenen Erfahrungen, die alten Chroniken und die Vorträge zu den Geburtstagen 1978, 1988, 1993 und 1998 durchforstet. 15 Fotoalben lieferten den Gästen optische Eindrücke aus der Vergangenheit.

Vier Tage nach der Schlüsselübergabe am 14. März 1968 waren die neuen Bewohner eingezogen. Von Beginn an war der zunächst reine Kindergarten mit 90 Mädchen und Jungen in fünf Gruppenräumen ausgelastet. Als wegen des Geburtenrückgangs nach der Wende Haus I (ehemaliges Amtsgericht, heute Betreutes Wohnen „Schloßresidenz“) geschlossen worden war, wurde dessen Nachwuchs hier mit untergebracht, auch die Krippe – zeitweise 137 Ein- bis Sechsjährige. Teilweise waren zwei Gruppen in den Hort ausgelagert, erinnert Pritz. Nach und nach sanierte die Stadt verschiedene Bereiche.

Schwierige Bedingungen – tolles Team, engagierte Eltern

Heute werden im „Sonnenschein“ 30 Krippen- und 60 Kindergartenkinder von zehn Erzieherinnen und einem Erzieher betreut; dazu gibt es drei Wirtschaftskräfte. Drei verdienstvolle Mitarbeiterinnen wurden bei der Feier in den Ruhestand verabschiedet.

Wegen Krankheit, Weiterbildung und Urlaub fehlen immer Kollegen, so die Leiterin. Im Gegensatz zu neuen Häusern erfolgen im Kindergartenbereich Spielen, Essen und Schlafen jeweils im Gruppenraum, was Ein- und Ausräumen mit sich bringe, bei gleichzeitiger Beobachtung der bis zu 15 Steppkes. Yvonne Pritz ist froh, dass ihr Team trotz weiter steigender Belastung mit Freude zum Job kommt und diese an die Kinder weitergibt. Und sie lobt die Eltern, deren Engagement über die Jahrzehnte die Einrichtung wesentlich mitgestaltete.

Von Olaf Krenz

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