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Pegauer Prinzenpaar feiert feucht-fröhlich ins neue Jahr hinein

Silvester Pegauer Prinzenpaar feiert feucht-fröhlich ins neue Jahr hinein

Weihnachten und Silvester fallen naturgemäß in die Amtszeit des Pegauer Prinzenpaares Yvonne II. und Rigo I. Gräbenstein. In dieser Zeit schöpfen sie neue Kraft für die Hauptsaison mit den drei tollen Tagen und dem Empfang bei Ministerpräsident Tillich. Zum Jahreswechsel lassen es die Frohnaturen ordentlich krachen – und hegen dabei nur einen großen Wunsch.

Die Pegauer Karnevalshoheiten lieben das Silvesterfeuerwerk.

Quelle: LVZ

Pegau. Am Silvesterabend darf Rigo Gräbenstein mal wieder zu einem kleinen Jungen werden. Wenn der Karnevalsprinz aus Pegau seine Raketen anzündet, Goldfunken regnen lässt und mit Wunderkerzen Bilder in den Nachthimmel malt, strahlen seine Augen wie die seines achtjährigen Sohnes Leon. „Silvester ist absolut was für meine beiden Männer, dann sind sie in ihrem Element“, lacht Yvonne Gräbenstein alias Prinzessin Yvonne II. von Pegau. Sie selbst macht sich nicht viel aus der Knallerei, ein kleines Tischfeuerwerk und ein paar Luftschlangen reichen ihr zum Spaß schon aus. Gemeinsam mit Freunden feiert die Familie in der Pegauer Feuerwehr ins neue Jahr hinein. „Das wird ganz gemütlich und gediegen, vor allem weil die Kinder mit dabei sind“, freut sich die 35-Jährige.

Empfang bei Tillich

Weihnachten und Silvester fallen naturgemäß mitten in ihre Amtszeit und gewähren dem Prinzenpaar ein paar Tage Verschnaufpause zwischen der anstrengenden Vor- und Hauptsaison. 17 Auftritte haben Yvonne II. und Rigo I. auf verschiedenen Bühnen zu bewältigen, vom 11.11. über die drei tollen Tage bis zum Empfang bei Ministerpräsident Stanislaw Tillich in Dresden. „Das ist ein ordentliches Pensum und wir sind froh, dass uns mein Bruder Benjamin Hans so sehr unterstützt“, ist Yvonne Gräbenstein dankbar. „Er kümmert sich rührend um Leon, da gibt es gar keine Probleme.“

Der Karneval begleitet die sympathische Prinzessin, die im richtigen Leben als Nageldesignerin arbeitet, schon seit Kindestagen. Von 1995 bis 2001 war sie im Pegauer Klub aktiv, sie liebte den immer wiederkehrenden Rhythmus des Karnevals, die glitzernden Kostüme und den Mikrokosmos aus Geselligkeit, Verkleiden und Show – bevor es sie nach Attendorn ins Sauerland verschlug. „Ich habe dort zwar auch im Karnevalverein mitgemacht und für eine Kindertanzgruppe genäht. Aber es war nicht das Gleiche wie in Pegau, ich kann es nicht anders sagen. Hier ist es irgendwie schöner, nicht so viel Trubel.“ Yvonne Gräbenstein hatte ordentlich Heimweh bekommen.

Zum Altstadtfest Ja gesagt

Auch ihr Mann Rigo, ein gebürtiger Geraer, den sie in Attendorn kennenlernte, ist dank ihrer Begeisterung mittlerweile zu einem richtigen Karnevalshasen geworden. Im Sauerland wirkte der Kraftfahrer zunächst in einer Umzugsgruppe mit, aber fühlte sich dort nie richtig wohl. Erst in Pegau lernte er die Geselligkeit, das familiäre Miteinander kennen und hat mittlerweile so viele Freunde gewonnen wie nie zuvor. „Wie ich hier im Karnevalklub aufgenommen wurde, ist einmalig“, schwärmt der Kraftfahrer, der sich nicht nur im Klub, sondern auch in seiner neuen Heimatstadt Pegau pudelwohl und heimisch fühlt. Und so fiel die Frage von PKK-Präsident Heiko Günther und Vizepräsidentin Mandy Wagner, ob sie in der 52. Saison das Prinzenpaar werden möchten, schnell auf fruchtbaren Boden. „Ich habe die Entscheidung meinem Mann überlassen“, lacht Yvonne Gräbenstein, die insgeheim auf ein Ja hoffte. „Das kam dann auch. Er hat eine Nacht drüber geschlafen und zum Altstadtfest haben wir dann zugesagt.“

Wie eine Eisprinzessin

Von der Altenburger Maßschneiderin Ramona Heinicke ließen die Pegauer ihre Kostüme anfertigen – in einem freundlichen Türkis. „Mein Kleid wirkt manchmal wie bei einer Eisprinzessin, aber es sieht ganz toll aus“, schwärmt die Prinzessin von ihrer Traumrobe. Zwei bis zweieinhalb Stunden braucht sie am Abend Zeit, um sich für einen Auftritt zurecht zu machen. Ihr Mann ist in einer halben Stunde fertig. Dann betreten sie strahlend die Bühne und feiern mit den Pegauern Karneval.

Für das neue Jahr hat die kleine Familie genau genommen nur einen großen Wunsch. „Gesundheit“, sagt Rigo Gräbenstein. „Das ist das A und O. Wenn das passt, kannst du alles andere selbst machen.“ Der 39-Jährige weiß, wovon er spricht. Seine Nieren arbeiteten seit der Geburt nicht richtig und er musste viele Jahre zur Dialyse. 2013 bekam der Familienvater die Niere eines 47-jährigen Mannes transplantiert. „Mir geht es gut damit und ich bin so dankbar dafür“, sagt er.

Von Kathrin Haase

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