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Borna Pegauer Sportlerheim geht wohl erst im Herbst in Betrieb
Region Borna Pegauer Sportlerheim geht wohl erst im Herbst in Betrieb
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07:00 23.01.2016
Die Keller verfüllt, die Zwischendecken eingezogen: jetzt fehlen im Sportlerheim Pegau unter anderem noch die neue Innenwandstruktur und der Fußboden. Die Fassade ist dann zum Schluss dran. Quelle: Julia Tonne
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Pegau

Die Sanierung des Sportlerheims in Pegau wird vermutlich noch teurer, als bislang geplant, zudem ist mit der Eröffnung erst im Herbst zu rechnen. Das sagt der Vorsitzende vom TuS Pegau 1903, Helfried Krause. Immer wieder traten während der Bauarbeiten Überraschungen zutage, mit denen vorab keiner gerechnet hatte.

Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung rund 300 000 Euro für die komplette Sanierung kalkuliert, im vergangenen November erhöhte sie die Summe auf mehr als 400 000 Euro. Doch Krause geht davon aus, dass die Mehrkosten in Höhe von etwa 100 000 Euro nicht zu halten seien. Denn das Gebäude entpuppte sich stellenweise als Überraschungsei. Als tragend eingezeichnete Wände waren beispielsweise hohl und Pfeiler, die laut alten Aufzeichnungen mit Fundamenten ausgestattet sein sollten, kamen ohne solche daher.

Mittlerweile ist der Keller vollständig verfüllt und die Zwischendecken wurden eingezogen. Auch neue Fenster sind bereits eingebaut worden. „Jetzt fehlen unter anderem noch die Innenwandstruktur, die Heizkörper und der Fußboden in den Räumen“, macht Krause deutlich. Verlegt werde ein spezieller Fußbodenbelag, der zeitweise auch Wasser aushalte. „Sollte es wieder zum Hochwasser kommen, wird es zwar Schäden geben, aber nicht mehr in dem Ausmaße wie nach der Flut vor zweieinhalb Jahren“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Nach der Fertigstellung will der TuS Pegau die ehemaligen Räume der Wirts-Wohnung als Vereinsräume übernehmen. Die frühere Gaststätte werde laut Krause zum Versammlungs- und der einstige Saal zum Veranstaltungsraum, „der anderen Nutzern kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden kann“. Um die Möbel hat sich der Verein, der in acht Sparten mehr als 400 Mitglieder zählt, bereits gekümmert. „Wir haben Tische und Stühle beispielsweise bei Gaststätten aufgekauft, die sich aufgelöst haben.“

Wegen des Frosts ruhen derzeit die Arbeiten auf der Baustelle. Erst wenn die Temperaturen wieder steigen, könne es weitergehen. Bleiben dann weitere Überraschungen aus, könne das Sportlerheim ab Spätsommer in Betrieb gehen.

Schon kurze Zeit nach dem verheerenden Hochwasser 2013 haben Vereinsmitglieder etliche Arbeitsstunden und rund 40 000 Euro in die Sanierung investiert. Davon kamen rund 25 000 Euro als Spenden zusammen, der andere Teil kam aus dem Budget der Sporthaussanierung der SAB-Bank.

Auf dem Gelände selbst indes sind Ende des vergangenen Jahres Bäume gefällt worden. Grund dafür war, dass die Wurzeln die Fundamente der Platz-Einfriedung zerstört haben. Ist der Boden frostfrei, kommen in den nächsten Wochen noch die Stümpfe raus, dann wird die Mauer an den entsprechenden Stellen ausgebessert.

Von Julia Tonne

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