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Borna Pegauer fordern mehr Polizeipräsenz
Region Borna Pegauer fordern mehr Polizeipräsenz
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17:16 26.01.2012
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. Die Pegauer fordern mehr Polizeipräsenz.

„Die Stadt ist wie gelähmt. Die Leute sind total verunsichert. Hier muss was geschehen!" sagte Kurt Brause (Pro Pegau). Es sei ein „schwerer Fehler", den Polizeiposten in Groitzsch an den Wochenenden nicht zu besetzen. Kriminelle würden von Freitag bis Sonntag Narrenfreiheit haben. Außerdem sei seiner Meinung nach zu überprüfen, ob nicht der ehemalige Polizeiposten in Pegau im Wechsel mit Groitzsch wiederbelebt werden könne. „Bürgernähe muss oberste Priorität haben", so der Stadtrat. Er sehe bei der angestrebten Zentralisierung der Polizeistruktur die Gefahr, dass der ländliche Raum zur „rechtsfreien Zone" verkomme. In der Region Groitzsch, Pegau und Zwenkau würden etwa 25 000 Leute wohnen. „Für solch ein Gebiet müsste doch ein Streifenwagen zur Verfügung stehen", sagte Brause.

Dem stimmt Wolf-Dieter Schwidop (FDP) zu: „Die Bürger müssen sehen, dass die Polizei bei uns unterwegs ist." Es sein ein „Skandal, dass die Ermittlungsquote bei Null liegt". Er schlug vor, regelmäßig die Polizei in den Stadtrat einzuladen, damit die Beamten über aktuelle Ermittlungen berichten können.

„Überall, wo wir die Möglichkeit haben, drängen wir auf verstärkte Polizeipräsenz", sagte Bürgermeister Peter Bringer (parteilos). Wichtig sei aber auch die Mitarbeit der Bürger. Zeugenhinweise würden bei der Polizei auf alle Fälle vertraulich und anonym behandelt, betonte er, deshalb sollten sich die Bürger bitte auch in diesem Brandfall melden, wenn sie etwas gesehen haben. Er wisse, dass Täter schon versucht haben, Leute einzuschüchtern und zum Beispiel Dinge gesagt haben wie: „Mach das Fenster zu, sonst fliegt gleich was gegen deine Scheibe!"

Wie berichtet vernichtete ein Großbrand am Sonnabend den Teil eines Einkaufszentrums am Pegauer Stadtrand. Ein Getränkemarkt, ein Restaurant, ein Friseurgeschäft und ein Versicherungsbüro brannten aus. Die Polizei bezifferte den Schaden auf mindestens eine halbe Million Euro. Die Ermittlungen laufen, sagte gestern Polizeisprecher Michael Hille, die Staatsanwaltschaft befasse sich damit. Es wird davon ausgegangen, dass dem Brand ein Einbruch im Getränkemarkt voraus ging.

Die Stadt bemüht sich, den betroffenen Gewerbetreibenden zu helfen, sagte Bringer. So soll das Friseurgeschäft in einem Laden der Breitstraße unterkommen. Markos A. Pershqefa, der Besitzer des griechischen Restaurants, hat noch keine Interimsvariante. Wenn das Genehmigungsverfahren schnell über die Bühne geht, könnte sein Lokal „in drei bis fünf Monaten" wiederaufgebaut sein, hofft er. Dann lohne es sich nicht, eine andere Gaststätte auszustatten. Sollte es länger dauern, wolle er nach einer Zwischenlösung suchen.

Sein bisheriges Lokal sei nur noch Schrott. „Ich kann das alles immer noch nicht fassen", sagte der Wirt gestern erschüttert. Dennoch müsse es weitergehen. Er sei versichert, der Zuspruch auf seiner Facebook-Seite gebe ihm Kraft und er wolle auf alle Fälle weiter machen: „Wir geben nicht auf."

Claudia Carell-Domröse

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