Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Pegaus Grundschule benötigt mehr Platz
Region Borna Pegaus Grundschule benötigt mehr Platz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:09 31.08.2018
Pegaus Grundschule (rechts) an der Ernst-Reinsdorf-Straße muss möglichst schnell erweitert werden. An der Stelle des Speisesaales (links) soll ein Anbau entstehen. Quelle: Mathias Bierende
Pegau

Immer mehr Kinder drängen in die Pegauer Grundschule „Frédéric Joliot-Curie“. Vor knapp drei Wochen wurden 68 Mädchen und Jungen eingeschult, sagte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) in der Stadtratssitzung am Mittwochabend. Das im Jahr 1903 erbaute Gebäude platzt nahezu aus allen Nähten.

Anbau soll entstehen

„Wir müssen also etwas tun.“ Entstehen soll ein Anbau, mit dessen Planung die Abgeordneten das heimische Architekturbüro Albus beauftragten. Bauamtsleiter Gunther Grothe hofft auf einen möglichst straffen Ablauf, sodass die Erweiterung schon in zwei Jahren genutzt werden kann. Doch der Denkmalschutz stelle noch ein Problem dar.

Zunächst stellte Rösel klar, dass er zwar im Gespräch mit seinem Elstertrebnitzer Amtskollegen David Zühlke (CDU) Zustimmung zu dessen Plänen für einen eigenen Hort und die Vergrößerung der Kindertagesstätte gegeben hatte.

Schnelle Lösung muss her

Die Rückkehr einer Grundschule in die Gemeinde war aber nicht unser Thema. Das könnte lange dauern. Wir benötigen schnell eine Lösung für unseren großen Grundschulbezirk.“ Erst sei die Grundschule zweizügig geführt worden, dann zweieinhalbzügig (je zwei Klassenstufen mit zwei beziehungsweise drei Klassen). „Inzwischen geht die Tendenz klar zu dreizügig.“ Dafür allerdings fehlen im Haus Räume.

Im Bauausschuss war schon mehrfach darüber debattiert worden. Es wurden zwei mögliche Varianten beleuchtet und wieder verworfen, so Rösel. Bei einem Anbau an die benachbarte Oberschule, sodass der gesamte Komplex eine U-Form erhält, müsste der neu gestaltete Schulhof wieder aufgerissen werden und würden zwei getrennte Bereiche für die Erst- bis Viertklässler entstehen. Noch größer wäre die Entfernung, wenn Teile der ehemaligen Filzfabrik umgenutzt würden. Auch wäre die Finanzierung schwierig und müssten Vereine beeinträchtigt oder gar „umgesiedelt“ werden.

Denkmalbehörde gegen Anbau an Grundschule

„Die beste Lösung ist ein Anbau an die vorhandene Grundschule“, stellte der Bürgermeister deshalb klar. Bei einem ersten Austausch habe sich jedoch die Denkmalschutzbehörde im Landratsamt dagegen ausgesprochen. „Aber wir wollen nicht lockerlassen. Es muss eben eine architektonische Form gefunden werden, damit die Ansicht von historischer Schule und modernem Trakt funktioniert, etwa mit einem Verbindungsgang“, so der Stadtchef.

Es wird ein halbes Dutzend neue Räume benötigt, sagte Amtsleiter Grothe. Integriert werden müssen ein Speisesaal und eine Küche, weil deren bisheriger Flachbau für die Erweiterung weichen soll. Zumal dort auch die Oberschüler essen gehen, müssen wahrscheinlich auch Sanitärbereiche installiert werden. „Das wird noch geprüft.“

Jetzt wird die Planung erstellt

Grothe geht davon aus, dass mit einem Projektvolumen von mindestens zwei Millionen Euro gerechnet werden muss. Zunächst aber sei die Planung zu erstellen. Wegen des Finanzumfangs hatte die Stadt drei Büros um Angebote gebeten. Das wirtschaftlichste kam von Architekt Albus, der zudem schon für die Stadt unter anderem die Volkshaussanierung und den Bau des neuen Schulhorts organisiert hatte. Der Pegauer ist selbst Mitglied des Stadtrates, war bei der Abstimmung aber nicht anwesend und hätte daran auch nicht teilnehmen dürfen.

Bauamtsleiter Grothe hofft, in zwei Monaten erste Unterlagen zu erhalten, über die mit den einzubeziehenden Ämtern – vor allem der Denkmalschutzbehörde – diskutiert werden kann. Eine abgestimmte Planung sollte bis Jahresende vorliegen, um die Baugenehmigung Mitte 2019 zu erhalten und die Arbeiten Ende des Jahres zu starten. „Da muss aber schon alles gut funktionieren, wenn wir 2020 fertig sein wollen.“

Von Olaf Krenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Städtischen Werke Borna betreten Neuland – mit dem Pilotprojekt „Mieterstrom“. Um das Vorhaben zu stemmen, war zunächst die Montage von Solarmodulen notwendig. Das ist erfolgt. Nun sind die Mieter gefragt.

30.08.2018

Es hat etwas von einem Probelauf, wenn die Bornaer Kleingärtner am Sonnabend auf dem Markt zum Erntedankfest einladen. In einem Jahr ist die Stadt Gastgeber des sächsischen Landeserntedankfestes.

30.08.2018

Eine unbekannte Autofahrerin hat in Böhlen ein Mädchen angefahren und ist dann einfach geflüchtet. Die 15-jährige Fußgängerin war auf dem Weg zur Schule. Die Polizei sucht nun Zeugen zu dem Vorfall.

30.08.2018