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Borna Pegaus übergibt Unterschriften gegen die Deponie an Landtagspräsident
Region Borna Pegaus übergibt Unterschriften gegen die Deponie an Landtagspräsident
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14:36 20.10.2017
Teil des Pegauer Flyers „Nein zur Mineralstoffdeponie Profen-Nord“. Die Stadt hat 25 000 Stück drucken lassen. Quelle: Homepage Stadt Pegau
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Pegau/Dresden

Trotz des vorläufigen Baustopps geht der Protest gegen die Errichtung der Mineralstoffdeponie Profen-Nord weiter. Pegaus Bürgermeister Frank Rösel (parteilos), dessen kommunales Gebiet an die geplante Abfalllagerstätte im ehemaligen Tagebaubereich heranreicht (Areal der Stadt Hohenmölsen, Sachsen-Anhalt), bezieht den sächsischen Landtag mit ein. Nachdem in den vergangenen Monaten bereits Abgeordnete um Unterstützung ersucht wurden, trifft sich der Stadtchef nun mit Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU). Dann will ihm Rösel, begleitet von Kämmerer Guido Voigt, eine Unterschriftensammlung der Gegner der Deponie übergeben.

„Wir haben jetzt einen Termin in Dresden erhalten“, teilt der Bürgermeister mit. „Für den 1. November, 15 Uhr, sind wir in den Landtag am Bernhard-von-Lindenau-Platz eingeladen.“ Die Namenszüge wurden bei verschiedenen Aktionen, wie einer Radsternfahrt, und Informationsveranstaltungen zusammengetragen. Zu­dem gibt es Internetpetitionen. „Wir können rund 1800 Unterschriften an den Landtagspräsidenten überreichen“, so Rösel. Ein solches Treffen strebt er auch mit dessen Amtskollegin in Sachsen-Anhalt an, Gabriele Brakebusch (CDU).

Dabei erhalten die Pegauer Unterstützung von der Bürgerinitiative Lützen, deren Stadt in Anhalt ebenfalls Nachbar der Deponie würde. „Von unseren 25 000 Flugblättern wurden auch viele dort verteilt, sodass wir die Menschen sensibilisiert haben“, sagt Rösel. Er habe zudem bei einer Veranstaltung im dortigen Dorf Großgörschen über das Projekt informiert und halte Kontakt zum Ortschaftsrat. Lützens Stadträte hatten inzwischen zweimal mehrheitlich beschlossen, mit 10 000 Euro die Klage zu unterstützen, die die Um­weltschutzorganisation BUND mit Geld aus Pegau gegen den Planfeststellungsbeschluss des Burgenlandkreises be­treibt, also gegen die Genehmigung zum Bau. Daraufhin hatte Bürgermeister Dirk Könnecke (parteilos) jeweils Widerspruch eingelegt. „Nun muss wohl die Aufsichtsbehörde im Burgenlandkreis entscheiden“, so Rösel. Allerdings gewann am Wochenende Uwe Weiß (SPD) die Stichwahl für das Amt des Stadtchefs; Könnecke war nicht mehr angetreten. Und der Neue hatte im Vorfeld die Rücknahme des Einspruchs gefordert.

Von Olaf Krenz

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