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Borna Phönix Mölbis: „Einmal Bayern-Fan, immer Bayern-Fan, das ist doch klar“
Region Borna Phönix Mölbis: „Einmal Bayern-Fan, immer Bayern-Fan, das ist doch klar“
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10:40 21.12.2016
Auf dem Weg nach München: Zwei- bis dreimal im Jahr fährt der Fanclub Phönix Mölbis zum Bayern-Spiel.  Quelle: Foto: Privat
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Mölbis

 Wenn die Leipziger Region im RB-Taumel schwingt, bleibt Tobias Flegel aus Mölbis ganz entspannt. Er ist Bayern-Fan. Sein Tipp zum heutigen Spiel: „Die Bayern werden das klar gewinnen, 4:0.“ Der 26-Jährige ist mit diesem Fußballclub groß geworden, der rote Schal mit Schriftzug war schon als Kind für ihn geliebte Pflicht. Vater und Opa leben das seit Jahrzehnten vor. Alle drei Generationen sind im FC Bayern Fanclub Phönix Mölbis, den es seit zehn Jahren in dem Dorf bei Rötha gibt. Vor einigen Wochen wurde das kleine Jubiläum mit einem zünftigen Oktoberfest gefeiert.

130 Mitglieder gehören derzeit zum Club. Viele von ihnen wohnen in Mölbis, es kommen aber auch Fans aus den umliegenden Orten – und: aus Leipzig. Zwei- bis dreimal im Jahr organisieren sie sich Tickets sowie einen großen Bus und fahren nach München oder zu einem Auswärtsspiel. Es sind immer wieder Sternstunden.

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Zudem engagieren sich die Bayern-Fans in ihrem Heimatdorf. Sie kicken bei Turnieren, sammeln Spenden für den Kindergarten, helfen mit bei Festen.

RB erleben sie als „spannend“ und „sympathisch“. Denn: „Endlich kommt ein richtiger Konkurrent dazu – und den haben wir auch noch vor der eigenen Haustür“, meint Tobias Flegel. Zum heutigen Spiel kann er „leider, leider“ nicht fahren. Er studiert in Berlin und kommt da gerade nicht weg.

Doch auch hierzulande startet Mittwochmorgen ein großer Bus – der vom FC Bayern Fanclubverbund Sachsen. Das ist sozusagen der Dachverband der 48 sächsischen Fanclubs im Freistaat. 2012 wurde er gegründet. Der Vorsitzende Ronald Kansy kommt aus dem Leipziger Land, er lebt in Großpösna und freut sich wie verrückt auf dieses Spiel. „Es wird eine hochinteressante Partie“, sagt der 50-Jährige. Sein Tipp: 2:1 für die Gastgeber.

Gegenüber RB gebe es „keine Rivalität“, es gehe doch um den Sport. Auch sei keinesfalls anzunehmen, dass Fans ins andere Lager wechseln. Denn: „Einmal Bayern-Fan, immer Bayern-Fan, das ist doch klar“. Für ihn selbst begann die Fan-Karriere bei der Weltmeisterschaft 1974. Dort sah er Torwart Sepp Maier und Stürmer Gerd Müller – der damals Siebenjährige war von diesen beiden Fußballern so begeistert, dass der FC Bayern München von da an sein Club wurde. Um Spiele live zu sehen, musste er allerhand Jahre warten, aber die samstägliche Sportschau war schon zu tiefsten DDR-Zeiten in seiner Familie ein geliebtes Ritual.

Da sich der Bayern-Fanclub-Kult erst nach der Wende entwickeln konnte, hinkt der Osten dem Westen nach wie vor hinterher. „In Bayern gibt es Clubs mit 2000 Mitgliedern, da schließen sich mehrere Dörfer zusammen, das ist der reine Wahnsinn“, erzählt Kansy. Inzwischen gebe es jedoch auch hierzulande allerhand Fanclubs, vor allem im Vogtland sowie im mittel- und nordsächsischen Raum – in der Dresdner Ecke eher weniger. Der Landkreis Leipzig hat zwei dieser Clubs, neben Phönix Mölbis auch Red Fire in Bad Lausick.

Von Claudia Carell

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