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Pilgerweg "Via Porphyria" bestand erste Bewährungsprobe

Pilgerweg "Via Porphyria" bestand erste Bewährungsprobe

Seit der Pilgerweg „Via Porphyria" als Projekt im Land des Roten Porphyrs Ende April 2012 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde, erfreut er sich wachsender Beliebtheit.

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Offiziell wurde der Pilgerweg "Via Porphyria" Ende April 2012 mit einer Wanderung eingeweiht.

Quelle: Jens Paul Taubert

Region Geithain. Dieses Fazit kann Edgar Joost vom Verein „Kirche im Land des Roten Porphyrs" am Start ins neue Jahr ziehen. Und er hofft, dass die geplanten Vorhaben 2013 noch viel mehr Interessenten anlocken. Weit über 150 Leute schlossen sich im vorigen Jahr den geführten Gruppenwanderungen an; zahlreiche Einzelpersonen – und solche kamen sogar aus Bayern und Baden-Württemberg –, die individuell die insgesamt 215 Kilometer des Pilgerrundwegs zwischen Geithain, Borna, Wechselburg oder Penig auf einzelnen der insgesamt zehn Tagesetappen unter die Fußsohlen nahmen, gar nicht mitgezählt. „Erstaunlich fand ich dabei, dass sich selbst Kinder und Jugendliche auf den Weg machten, beispielsweise in der ersten Ferienwoche im Juli eine Konfirmandengruppe aus Crimmitschau. Die hatten sogar einen Altersgefährten im Rollstuhl mit, legten die Strecke von Frankenhain bis Nenkersdorf zurück, deren Kirchen zum Glück auch keine Stufen hatten", ist Joost (angenehm) überrascht. Zudem lassen zahlreiche Anfragen hoffen, dass es 2013 noch wesentlich mehr „Pilger" in der Region geben wird. Dazu trugen und tragen die Kontakte zu anderen Pilgerweg-Organisatoren in Deutschland auf dem Kirchentag 2012 ebenso bei wie die Mitarbeit des Geithainer Vereins in den Arbeitsgruppen „Pilgern in Mitteldeutschland" und „Pilgern im deutschsprachigen Raum", um auf die Möglichkeiten im Land des Roten Porphyr aufmerksam zu machen. Auch zum nächsten Kirchentag Anfang Mai in Hamburg soll mit einem gemeinsamen Projekt – einer Pilgerherberge in einer Kirche – auf diese Dinge aufmerksam gemacht werden. Um Gruppen noch besser als bisher betreuen zu können, dafür soll künftig nicht nur das bisherige Duo zur Verfügung stehen. Im März werden mindestens zehn Pilgerführer in Theorie und Praxis ausgebildet, kündigt Joost an. Einige Meldungen dafür gebe es schon. Weitere Interessenten können sich bis 20. Februar melden (unter Telefon 034341/33  96  41 oder per Mail: edgar.joost@kiladeropo.de). Und die Offerten werden umfangreicher. So ist geplant, Nachtpilgern aus der Taufe zu heben. Für Männer finden zwei solche statt – vom 29. bis 30. März (nach dem Kreuzweg) und vom 6. bis 7. Juli (in der Nacht der offenen Dorfkirchen). Für Frauen steht dieses Angebot am 22. Juni, wo die Nacht der offenen Dorfkirchen in Penig ist. Geführte Pilgertouren sind darüber hinaus vom 17. bis 25. Juni und vom 26. August bis 4. September avisiert. Vervollständigt werden soll das Netz der Beherbergungsstätten. „Da werde ich noch auf weitere mögliche Objekte zugehen. Wie auch auf Partner, die am Rande der Strecke durchaus Sehenswürdigkeiten bieten, auch wenn diese nicht unbedingt etwas mit spirituellen Dingen zu tun haben", so der „Cheforganisator. Wie andere auch freut er sich darüber, dass in das Komplexprojekt „Traum von Kirche", zu dem der Pilgerweg gehört, über das Programm der integrierten ländlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren zahlreiche Mittel flossen. Dadurch konnten auch viele Kirchen entlang der Wegstrecke wieder ansehnlich gemacht werden. Beispiele sind die Gotteshäuser in Frankenhain, Rüdigsdorf oder Nauenhain. In einem geplanten Flyer wird demnächst eine Reihe dieser Kirchen zu sehen sein. Einen Schub für den Bekanntheitsgrad des „Via Porphyria" verspricht sich der Niedergräfenhainer auch durch das Forum „Kirche und Tourismus", an dem er in den nächsten Tagen in Dresden teilnehmen wird. Und natürlich nimmt er auch dorthin einen ganzen Packen der Broschüren mit, die auf diese Möglichkeiten hinweisen.

Thomas Lang

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