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Pläne für Neubau auf dem Schlossgelände in Rötha nehmen erste Hürde

Stadtratsentscheidung Pläne für Neubau auf dem Schlossgelände in Rötha nehmen erste Hürde

Die Projektentwicklungsgesellschaft „Schlossareal Rötha“ hat einen erste Schritt auf dem Weg zum von ihr geplanten Bau eines Wohnhauses auf der Fläche des früheren Schlosses getan. Die Stadt hat der Erteilung eines Bauvorbescheides durch das Landratsamt zugestimmt.

Uwe Herrmann (r.) und Hans Arthur Wilker an ihrem Modell.

Quelle: André Neumann

Rötha. Die Projektentwicklungsgesellschaft „Schlossareal Rötha“ hat einen erste Schritt auf dem Weg zum von ihr geplanten Bau eines Wohnhauses auf der Fläche des früheren Schlosses getan. Die Stadt hat der Erteilung eines Bauvorbescheides durch das Landratsamt zugestimmt. Das Vorhaben des Röthaer Architekten Uwe Herrmann und dessen Geschäftspartners Hans Arthur Wilker fand unter den Stadträten aber nicht nur Zustimmung. Zwei sprachen sich dagegen aus, zwei enthielten sich der Stimme.

Die Projektentwicklungsgesellschaft plant an der Stelle des 1969 gesprengten Schlosses ein mehrstöckiges Gebäude, welches moderne Wohnungen beherbergen und dabei äußerlich an das Schloss erinnern soll.

Herrmann und Wilker hatten in ihre öffentlich verbreitete Projektbeschreibung auch das Umfeld des Schlosses einbezogen, hatten frühere Gedanken der Wiederbelebung einer Schlossallee aufgegriffen. Weil dazu auch weitere Grundstücke einbezogen werden müssten, die anderen Eigentümern gehören, waren einige Irritationen entstanden. Sogar von befürchteter Enteignung sei die Rede gewesen, hieß es im Stadtrat.

Bauamtsleiterin Regina Kirsten machte unmissverständlich deutlich, dass es bei der jetzigen Bauvoranfrage ausschließlich um das Grundstück der Antragsteller gehe.

Gleichwohl sah auch Uwe Wellmann (CDU) in den Plänen „einen ersten Schritt auf einem Weg, den wir schon lange gehen wollten“. In dem vorgestellten Gesamtkonzept für das Schlossareal sehe er eine „gute Denkweise“. Als Gegner des Projektes zeigte sich Karl-Heinz Pfefferkorn (Fraktion Linke), der sagte: „Was das mit dem Schloss und dem historischen Standort zu tun haben soll, kann ich nicht nachvollziehen.“ Er glaubt, dass in dem Gebäude teure Wohnungen entstehen für Menschen, die eine Geldanlage suchen. Sein Fraktionskollege Hendrik Reichel befürchtet dagegen, dass dieses ehrgeizige Projekt in Rötha wegen hoher Baukosten nicht umsetzbar sein könnte.

Von André Neumann

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