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Plan B für Kenia-Projekt

Plan B für Kenia-Projekt

Für Jana und Falk Streller aus Böhlen wurde es "eine große Enttäuschung". Ihr vor fünf Jahren begonnenes Projekt im kenianischen Sigoti ist gescheitert. Über Spenden sollte dort die Stromversorgung einer Grundschule verbessert werden (die LVZ berichtete).

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Krankenschwester Franzisca Mukinka (3. v. l.) setzt sich in Kenia für behinderte Kinder ein. Sie werden in einem Haus untergebracht und versorgt.

Quelle: privat

Böhlen. Doch 2011 erfuhren sie von einer niederländischen Stiftung, dass es vor Ort bereits 2009 Probleme mit veruntreuten Geldern, Intransparenz und Unehrlichkeit mit den Partnern in Sigoti gab. Nach gründlicher Recherche und einem letzten Besuch in Sigoti 2012 entschlossen sich die Strellers, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. "Wir waren extrem darauf bedacht, dass kein Geld verloren geht", sagt Jana Streller. Das sei Dank der niederländischen Stiftung gelungen. Inzwischen gibt es ein neues Projekt, das von den gesammelten Geldern profitiert.

Es ist wieder in Kenia angesiedelt - ein Land, für das die Böhlener eine spezielle Liebe empfinden. Über einen Reiseunternehmer waren die Eheleute auf die Krankenschwester Franzisca Mukinka aus Entasekara (Kenia) gestoßen. Seit 1991 verhilft sie Kindern mit Behinderungen im Gebiet der Massai zu einem menschenwürdigen Dasein. Ein Angebot, das vorab viel Überzeugungsarbeit in den Stammesfamilien notwendig machte. Behinderte Kinder, die in Massai-Familien geboren werden, stellen einen Fluch dar. Sie werden oft getötet, versteckt und haben keine Rechte. Um deren Situation zu verbessern, gründete Mukinka 2004 ein Haus für diese Kinder, um beispielsweise eine chirurgische Behandlung mit anschließender Nachbetreuung realisieren zu können. Dabei haben die Jungen und Mädchen die Möglichkeit, wieder zu Kräften zu kommen. In den meisten Fällen gelinge es, Fähigkeiten dieser Kinder in einer kleinen Schule zu fördern, berichtet Jana Streller. Mit dem Ziel, dass sie irgendwann wieder in ihren Familien integriert werden. Genau das passende Projekt für die 47-Jährige, die als Krankenschwester arbeitet. Ihr Antrieb: Das Glück auf der Welt ist ungerecht verteilt und kleine Dinge können manchmal helfen.

Nach einem regen Mail-Verkehr ins ferne Kenia war klar, was dort gebraucht wird. "Zwei Freunde von uns konnten im Dezember 2013 das bislang gesammelte Geld persönlich an Franzisca Mukinka übergeben." Für das Geld - rund 1700 Euro - wurden Betten, Matratzen, Decken und Bettwäsche für die Kinder gekauft. Darin steckt auch ein Anteil der Grundschüler aus Böhlen, die sich seinerzeit für das Kenia-Projekt einsetzten.

Im nächsten Jahr wollen die Eheleute Makinka besuchen. Bis dahin werden sie sich weiter engagieren. "Es macht Spaß, durch direkten Kontakt zu helfen, und noch ist Geld übrig."

Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten: Officium et Humanitas, Konto-Nr: 1049949, BLZ: 37070024

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.06.2014
Grätz, Saskia

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