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Borna Planung für Diska-Markt in Kitzen läuft
Region Borna Planung für Diska-Markt in Kitzen läuft
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17:41 29.11.2018
Auf diesem Grundstück an der Eisdorfer Straße in Kitzen soll auf Initiative von Carsten Iwan (im Bild), Antje Müller und Thomas Rößner ein Diska-Markt entstehen. Quelle: Olaf Krenz
Pegau/Kitzen

Die Einwohner von Kitzen und Umgebung können 2020 wieder in einem Lebensmittelgeschäft in dem Pegauer Ortsteil einkaufen. Vielleicht sogar schon für Weihnachten 2019, hofft Carsten Iwan. Er bildet mit Antje Müller und Thomas Rößner die treibende Kraft hinter dem Willen der Bürgerschaft, eine Einkaufsgelegenheit ins Dorf zurückzuholen. Inzwischen sind Investor und Handelsunternehmen sowie das passende Grundstück gefunden: Ein Diska-Markt an der Eisdorfer Straße soll es werden.

Erstaunlich schnell scheint in Kitzen zu funktionieren, worüber andernorts Jahre vergehen. Erst im Frühjahr hatte der letzte Einzelhändler sein Geschäft, das einst Tante-Emma-Laden genannt worden wären, geschlossen. Übrig geblieben sind ein Fleischer und zwei Bäcker – und rund zehn Kilometer Entfernung zum nächsten Einkauf, egal ob in Richtung Pegau, Lützen, Markranstädt, Zwenkau oder Leipzig, sagt Carsten Iwan, Pegauer Stadtrat für den Siedlerverein Kitzen-Rodeland.

Projektkosten auf zwei Millionen Euro beziffert

„Damit fehlt dem Dorf ein wichtiges Element“, meint der umtriebige Abgeordnete. Er fing an zu rechnen, ob nicht doch ein attraktives Einzugsgebiet vorhanden ist. „In einem Fünf-Kilometer-Umkreis wohnen reichlich 4000 Menschen, wir haben ja allein in Kitzen schon fast 1000.“ Das seien ja fast doppelt so viele wie in Pegau auf einen Discounter runtergerechnet werden können. Dann bildete er mit Ortschaftsrätin Antje Müller (Siedlerverein) und Thomas Rößler, Vorstand der Landwirtschaftsfirma Agrarprodukte Kitzen („Ohne die geht nichts im Ort“, so Iwan.) den Arbeitskreis „Lebensmittelmarkt Kitzen“, und die Suche begann.

Von Aldi gab es zügig eine Absage, aber Edeka zeigte wegen der Zahlen Interesse. Und über seine beruflichen Kontakte als Bausachverständiger in Leipzig fand Iwan als Investor, der die Immobilie herrichten will, die Tok Projekt Bau aus der Messestadt. Das Vorhaben koste wohl rund zwei Millionen Euro; die Bank soll schon zugesagt haben, und die Zinsen stehen ja noch richtig günstig. Als Architekt und Planer sei das Ingenieurbüro Martin aus Borsdorf gewonnen worden. „Das war schon am Feuerwehrgerätehaus Kleinschkorlopp aktiv“, erinnert der Kitzener.

Flächennutzungsplan sieht Mischgebiet vor

Vor wenigen Tagen wurde bei der Edeka in Chemnitz über die Mietkonditionen verhandelt. In Kürze ist ein Termin im Landratsamt vorgesehen, um mit dem Bauantrag zügig voranzukommen. „Der reicht, einen Bebauungsplan muss die Stadt Pegau nicht aufstellen“, weiß Carsten Iwan. Aus vier Varianten wurde ein rund 5000 Quadratmeter großes Areal fast am Beginn der Eisdorfer Straße ausgewählt, das die Firma Agrarprodukte dem Investor verkaufen wird. „Der Flächennutzungsplan sieht hier bereits ein Mischgebiet vor, das Handel zulässt.“ Das barackenähnliche Gebäude, in dem wohl Caravans untergestellt sind („Kurze Kündigungsfrist.“) werde abgerissen.

Wirtschaftlich beteiligt ist er nicht an der Unternehmung, sagt der Kitzener. Sein Nutzen bestehe darin, dann wieder im Ort einkaufen gehen zu können – mit etwas Niveau. Zudem werde das Dorf nach Norden besser abgerundet und sicherlich für Zuzüge noch attraktiver, sodass mehr Druck für die Rückkehr der Schule aufgebaut werden kann. „Und vielleicht werde ich ja im nächsten Jahr wieder in den Stadtrat gewählt“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Von Olaf Krenz

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