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Borna Platz für 200 Mitarbeiter: Landkreis will Bornaer Finanzamt kaufen
Region Borna Platz für 200 Mitarbeiter: Landkreis will Bornaer Finanzamt kaufen
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16:00 13.01.2016
Das Bornaer Finanzamt: Hier könnten bald Mitarbeiter des Landratsamtes einziehen. Quelle: Günther Hunger
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Landkreis Leipzig

Die Kreisverwaltung will das Gebäude des Finanzamtes in der Brauhausstraße in Borna kaufen. Mit einer entsprechenden Beschlussvorlage soll sich der zuständige Kreisausschuss auf seiner nächsten Sitzung befassen. Sollte der Landkreis das bisherige Finanzamt erwerben, könnte das zu einer erheblichen Entspannung der Unterbringungssituation für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung führen, sagt Landrat Henry Graichen (CDU).

Die habe sich in den letzten Monaten sogar noch verschärft, etwa durch die Personalaufstockung im Ausländeramt. Das hat aktuell 86 Mitarbeiter, in der Perspektive sollen es 124 sein. Auch das Kommunale Jobcenter in der Deutzener Straße stößt an räumliche Grenzen. Dessen Mitarbeiter könnten ebenso wie die Ausländerbehörde in dem Gebäude untergebracht werden, das vor 20 Jahren gebaut wurde und in dem in früheren Jahren auch das Bergamt untergebracht war. Graichen: „Dort wäre Platz für 200 Mitarbeiter.“

Dabei sind die Unterbringungsprobleme der Kreisverwaltung nicht neu. Sie resultieren „aus den Nachwirkungen der Kreisgebietsreform im Jahr 2008“, wie es in der Beschlussvorlage heißt, die den Kreisräten im nächsten Kreistag im Februar vorgelegt werden soll. Bereits vor Jahren waren die unterschiedlichen Eigentums- und Mietverhältnisse der einstmals separaten Kreisverwaltungen für den Landkreis Leipziger Land in Borna und den ehemaligen Muldentalkreis in Grimma diskutiert worden. So gab es zunächst Überlegungen, einen Teil des Bornaer Finanzamtes für Landratsamtsmitarbeiter anzumieten. Nach einer Wirtschaftlichkeitsanalyse habe sich aber herausgestellt, dass ein Erwerb der Immobilie unter dem Strich günstiger ist. Kostenpunkt: 5,9 Millionen Euro, die zum Teil aus speziellen Rückstellungen finanziert werden könnten. Allerdings bleibe ein Kredit von 4,5 Millionen Euro, so der Landrat weiter.

Wenn alles gut geht und das Finanzamt das Gebäude in der Bornaer Brauhausstraße Mitte des Jahres räumt, könnten schon bald die ersten Mitarbeiter des Landratsamtes dort einziehen. Es wäre ein weiterer Schritt, die insgesamt etwa 1350 Mitarbeiter der Landkreisverwaltung vor allem in Borna sowie in Grimma zu konzentrieren. Nach Möglichkeit in kreiseigenen Immobilien, zu denen seit zwei Jahren auch das Vermessungsamt an der Ecke Geschwister-Scholl-Straße/Leipziger Straße in Borna gehört. Es gehe auch darum, in der Zukunft uneffektive Umzüge wegen der bisher angepassten Unterbringungssituation zu vermeiden, heißt es in der Begründung des Beschlusses zum Erwerb des Bornaer Finanzamtes. Zudem sollten „uneffektive Immobilien und Mietobjekte“ aufgegeben und Planungssicherheit bei der Belegung von Immobilien geschaffen werden. Der Umzug der Mitarbeiter des Kommunalen Jobcenters aus der Deutzener Straße in Borna ins bisherige Finanzamt hätte zudem einen weiteren Effekt. Damit würde in der Deutzener Straße Platz geschaffen für die Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“, die dort in der Zukunft ihr Domizil erhalten soll.

Von Nikos Natsidis

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