Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Pleißereinigung: LMBV stellt am Donnerstag Varianten vor
Region Borna Pleißereinigung: LMBV stellt am Donnerstag Varianten vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:18 08.06.2017
Blick auf den Kahnsdorfer See. Quelle: Jens Paul Taubert
Neukieritzsch/Kahnsdorf/Leipzig

Das Durchleiten der Pleiße durch den Kahnsdorfer See würde nach ersten Berechnungen der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft) knapp 13 Millionen Euro kosten. Die Umverlegung der Pleiße vor dem Trachenauer Wehr zwischen Kahnsdorf und Rötha ist die Vorzugsvariante zur Reinigung des Flusses von Eisendydroxidschlämmen, welche die Pleiße von den Kippen des ehemaligen Tagebaus Witznitz aufnimmt.

Die Summe ist Bestandteil eines Variantenvergleiches, den die LMBV am Donnerstag in Leipzig den Beteiligten am Diskussionsprozess um die Pleißereinigung vorstellen will. Eingeladen hat die LMBV unter anderem die Anrainerkommunen Neukieritzsch, Rötha und Böhlen, den Zweckverband für die Witznitzer Seen, das Kommunale Forum Südraum Leipzig, den regionalen Planungsverband Westsachsen-Thüringen, Vertreter der Eigentümer der Witznitzer Seen und die Bürgerinitiative (BI) Kahnsdorfer Seen.

Die vertritt mittlerweile die Interessen von rund 350 Anliegern in und um Kahnsdorf, die der BI eine entsprechende Vollmacht gegeben haben. Sprecher Alexander Malios von der BI erwartet, dass bei den Gesprächen mit der LMBV ein Konsens gefunden werde. „Wir werden nichts dulden, was gegen den Kahnsdorfer See läuft“, sagte er der LVZ. Die BI und etliche Anrainer des Hainer und des Kahnsdorfer Sees befürchten, dass die in Gang gekommene touristische Entwicklung der einstigen Witznitzer Tagebaulandschaft wieder zunichte gemacht werden könnte.

Der Bergbausanierer will den Gesprächspartnern am Donnerstag die Ergebnisse der Grundlagenermittlung für die Einleitung der Pleiße in den Kahnsdorfer See vorstellen. Zugleich sollen etliche andere Lösungsansätze zur Pleißereinigung betrachtet und diskutiert werden. Von denen erscheinen einige auch aus Sicht der LMBV durchaus als geeignet, das Ziel zu erreichen.

Die BI macht im Vorfeld auf die Möglichkeit aufmerksam, Firmen in den Prozess einzubeziehen, die Eisenhydroxid verarbeiten und verkaufen. Damit könnten nach Ansicht der BI bei einigen der Varianten die Bewirtschaftungskosten gesenkt werden. Der nächste Gesprächstermin ist bereits für September vorgesehen.

Von André Neumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Jugendliche zwischen Wurzen und Geithain sollen auf dem Weg von der Schule in die Arbeitswelt gezielt begleitet werden. Dazu wollen sich die Akteure im Landkreis Leipzig besser vernetzen.

08.06.2017

Klein Las Vegas in Deutzen: Beim Familientag der Generationen setzen die Veranstalter am Sonntag auf viel Musik, Zauberei und jede Menge Angebote zum Spielen und Mitmachen.

10.06.2017

Es ist kein Musical, kein Schauspiel, kein Theaterstück in dem Sinne. Vielmehr ist die Aufführung von Goethes Faust am Freitag ein Projekt, gar ein Überraschungsei. Schüler des Gymnasiums Am Breiten Teich in Borna haben den Stoff vollkommen neu interpretiert und stellenweise in die heutige Zeit übertragen.

10.06.2017