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Pödelwitz ist "Auf dem Weg"

Pödelwitz ist "Auf dem Weg"

An einem Heimatbuch "Pödelwitz auf dem Weg" arbeitet seit geraumer Zeit eine zehnköpfige Projektgruppe, bestehend aus Vertretern der Mibrag, des Groitzscher Heimatvereins sowie Dorfbewohnern.

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Vor Medienvertretern und Groitzscher Stadträten stellt Mediendesign-Studentin Heidi Müller (vorn) das Heimatbuch "Pödelwitz auf dem Weg" vor. Daran arbeitet eine zehnköpfige Projektgruppe mit Vertretern der Mibrag, des Naturfreunde- und Heimatvereins sowie Dorfbewohnern noch bis zum Mai nächsten Jahres.

Quelle: Thomas Kube

Groitzsch. Auf 144 Seiten dokumentieren sie das Gestern und Heute des zweigeteilten Ortsteils. Für Mai 2015 ist die Fertigstellung geplant, die Auflage mit 2000 Stück angedacht. Gestern wurde das Projekt vor Medienvertretern und Stadträten präsentiert.

 

 

Die Idee mit dem Heimatbuch geht auf Angelika Diesener, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit bei der Mibrag, zurück. "Ich habe mir so ein Projekt schon immer gewünscht", sagte sie gestern und fand sowohl in Heidi Müller aus Elstertrebnitz, Studentin für Mediendesign und bis vor kurzem noch Praktikantin bei der Mibrag, als auch bei Roland Meyer und Dietmar Schäfer vom Groitzscher Naturfreunde- und Heimatverein sofort Verbündete. "Seit einem Jahr besteht nun unser Nachbarschaftsvertrag mit der Stadt Groitzsch", führte Diesener weiter aus, "und für mich ist dieses Buch auch eine Form von gelebter Nachbarschaft."

Eine zehnköpfige Projektgruppe, zu der auch zwei Familien aus Pödelwitz gehören, wird die 144 Buchseiten im A4-Format mit Inhalt füllen. Dafür tragen sie über Monate hinweg Dokumente, Briefe, Zeitungsartikel und Chroniken zusammen, schreiben Geschichten und Anekdoten auf, sammeln historische und aktuelle Bilder aus Pödelwitz, Postkarten, Luftaufnahmen, Landkarten und Grundrisse. Heidi Müller hat eine Gliederung erarbeitet, um der Fülle an Material Herr zu werden: "Das Buch soll ein spannender Blick durch die Zeit werden, wir stellen die romanische Kirche und alle Denkmale vor. Dazu gehören auch die uralten Linden und Eichen im Dorf, eine davon soll sogar über 350 Jahre alt sein. Außerdem schildern wir den Dorfalltag früher und heute und wir stellen die ortsansässige Wirtschaft vor. Jeder Familie wird eine Seite gewidmet", berichtet sie weiter. Kleine Geschichten um Liebgewonnenes und Mitgenommenes sowie ein Ausblick auf das neue Zuhause der umgesiedelten Pödelwitzer soll das Heimatbuch abrunden, das bis Mai nächsten Jahres fertig gestellt wird und in einer Auflage von 2000 Stück erscheinen soll. Alle zusammengetragenen Materialien, Fotos und Dokumente werden schließlich in einem Pödelwitz-Fundus im Groitzscher Heimatmuseum aufbewahrt. Angelika Diesener: "Es kann ja sein, dass in 20 Jahren wieder ein Buch gemacht wird, dann mit dem Titel 'Pödelwitz - Angekommen'. Ehe das Material irgendwo auf einem Dachboden landet oder in einer Garage verstaubt, ist es in diesem Fundus sehr gut aufgehoben."

Für Bernd-Uwe Haase, Kaufmännischer Geschäftsführer der Mibrag, als auch Andreas Berkner, Leiter des Regionalen Planungsverbandes, ist der Fertigstellungstermin Mai 2015 "sehr sportlich". "Das Buch sollte erst erscheinen, wenn der größte Teil der Pödelwitzer bereits auf dem Weg ist", findet Berkner. Er empfahl ferner, den Seitenumfang zu erhöhen und den Pödelwitz-Vertrag mit aufzunehmen. Haase wisse um den Spagat zwischen den Umsiedlungswilligen und Bleibern im Dorf. Er wünsche sich, "dass jede Familie im Buch auftaucht, auch die diejenigen, die heute noch ein bisschen schwanken." Generell finde er das Projekt "ganz große Klasse."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.03.2014
Haase

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