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Borna Politik mit Brause und Schwarzbier
Region Borna Politik mit Brause und Schwarzbier
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17:10 19.05.2015
Marktbetrieb einmal anders: Bei der Mai-Veranstaltung der Gewerkschaft Verdi kamen viele Besucher. Bei kühlem Wetter gab es politische Reden, bei denen es immer wieder um das Thema soziale Gerechtigkeit ging. Quelle: Jakob Richter

Bratwürste gingen über den Tresen, und die Band Frontline sorgte für Musik. Zudem gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema "Soziales Europa - was hat unsere Region damit zu tun".

Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) erklärte, jeder, der auf den Markt gekommen sei, setze ein starkes Zeichen, "um seine Rechte einzufordern". Auf der Maiveranstaltung, zu der die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi unter dem bundesweiten Motto "Gute Arbeit, sichere Rente, soziales Europa" eingeladen hatte, kritisierte Luedtke den "rauer werdenden Ton in der Gesellschaft und die kaum verhohlene Wut gegenüber Schwächeren".

Thomas Voigt (SPD), Zweiter Beigeordneter des Landkreises, kritisierte den sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlock, der Sachsen als Niedriglohnland rühme. Im Landkreis Leipzig gebe es mehr als 25 000 Menschen, die als Hartz-IV-Empfänger leben müssten.

Ines Jahn, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Leipzig-Nordsachsen, sprach den Trend, Arbeitsverträge zu befristen, an. Das sei normal, heiße es. "Ist es aber nicht", so die Gewerkschafterin, die Griechenland ein "Trainingslager für das, was auch bei uns passieren kann", nannte. Deutschland sei keine Insel. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes könne nur ein Netz sein, "wenn es keine oder nur schlechte Tarifverträge gibt". Jahn kritisierte die Kündigung der Tarifverträge im Einzelhandel, von der in ganz Deutschland drei Millionen Beschäftigte betroffen seien.

In einer Diskussionsrunde debattierten der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Georg Ludwig von Breitenbuch, der SPD-Bundestagskandidat Harald Redepenning und der Linken-Bundestagsabgeordnete Axel Troost sowie Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband Westsachsen über die Verbindungen von Europa und der Region. Auf dem Markt präsentierten sich zahlreiche Vereine wie Bon Courage, der Sozialverband VdK und die Gewerkschaft sowie nicht zuletzt der Freibadverein, der, ebenso wie die CDU, Unterschriften zur Einleitung eines Bürgerbegehrens sammelte, dessen Ziel die Wiedereröffnung des geschlossenen Freibades An der Wyhraaue ist. Vereinschef Holger Luedtke, auch Linken-Kreischef Westsachsen, konnte sich über mangelnden Zuspruch nicht beklagen. Am Freitag seien es etwa 1200 Unterstützerunterschriften gewesen, "jetzt haben wir schon 400 mehr".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Niks Natsidis

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