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Borna Polizei legt Statistik für 2011 vor
Region Borna Polizei legt Statistik für 2011 vor
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18:20 04.04.2012
Borna/Geithain

Die Ermittlungsbehörden haben die jährliche Statistik zur Kriminalitätslage veröffentlicht.

In der für den Landkreis Leipzig zuständigen Polizeidirektion Westsachsen (PDWS) hat sich die Kriminalitätslage im vergangenen Jahr positiv entwickelt. Im Direktionsbereich (dazu gehören die Landkreise Leipzig und Nordsachsen sowie der Polizeirevierbereich Döbeln) wurden 3,3 Prozent weniger Delikte protokolliert als vor Jahresfrist. Die zur PDWS gehörenden Polizeireviere registrierten 32 381 Fälle (1114 weniger als im Jahr zuvor). Auf den Landkreis Leipzig fällt davon zwar der Löwenanteil (49,5 Prozent) zurück. Im Verhältnis zu den Einwohnerzahlen ist die Häufigkeit an strafrechtlichen Vorkommnissen allerdings am stärksten gesunken (minus 7,8 Prozent). Zum Vergleich: Im Landkreis Nordsachsen wurden 2011 auf die Bevölkerungsdichte betrachtet knapp drei Mal mehr Straftaten begangen als noch das Jahr zuvor. Auf Sachsen betrachtet sind die Fallzahlen jedoch gestiegen. Insbesondere Diebstahlsdelikte nahmen um sechs Prozent zu.

Die bedenkliche Lage im Verantwortungsbereich der Polizeidirektion Leipzig (sieben Prozent Anstieg bei den Straftaten) strahlt auch auf den Südraum der Messestadt aus. Polizeipräsident Horst Wawrzynski sieht aufgrund der zunehmenden Kriminalität in Leipzig einen dauerhaften Bedarf verstärkter Polizeipräsenz (die LVZ berichtete). Insbesondere Betäubungsmitteldelikte, Wohnungseinbrüche und Raubüberfälle sind gestiegen, so Wawrzynski. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz haben analog dazu auch im Landkreis Leipzig zugenommen. Die Ermittler sehen das in einer verstärkten Dealertätigkeit im Kragen der Messestadt begründet, von wo aus Leipzig „versorgt" wird.

In den Nachrichtenspalten der LVZ ist es beinahe täglich zu lesen: Diebstähle auf Baustellen (meist Dieselklau) und Einbrüche hat das Revier Borna beinahe täglich zu verzeichnen. Der Eindruck findet sich auch im Zahlenwerk bestätigt. „Im Polizeirevierbereich sind Steigerungen bei Fällen der leichten vorsätzlichen Körperverletzung und beim Diebstahl unter erschwerenden Bedingungen feststellbar", heißt es dort. Einbruchdiebstähle aus Böden, Kellern oder Waschküchen hätten im Direktionsbereich sogar um 41,6 Prozent zugenommen. Die Baustellendiebstähle stiegen um 34,7 Prozent an. Rückgänge sind bei den Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit (minus 8 Prozent) zu beobachten. Gleichfalls gab es 2011 einen Rückgang bei Vermögens- und Fälschungsdelikten (minus 9,4 Prozent).

Erfolgreiche Polizeiarbeit wird immer auch an der Aufklärungsquote gemessen. Hierbei konnte im Direktionsbereich das Level des Vorjahres nicht gehalten werden. 1167 Straftaten weniger als 2010 wurden im vergangenen Jahr im Bereich der PDWS aufgeklärt. Die Quote sank um 1,6 Prozent.

Thomas Lieb

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