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Borna Polizeitaucher finden weibliche Leiche im Werbener See
Region Borna Polizeitaucher finden weibliche Leiche im Werbener See
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10:27 07.04.2017
Mit zwei Leichenspürhunden ist die Polizei am Donnerstag über den Werbener See gefahren. Später entdeckten Taucher eine weibliche Leiche in fünf Metern Tiefe im See.  Quelle: Mathias Bierende
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Lützen/Pegau

 Im Werbener See bei Pegau entdeckten sächsische Polizeitaucher Donnerstagmittag in fünf Metern Tiefe eine Leiche. Um die Frau zweifelsfrei identifizieren zu können, wurde die Tote in die Gerichtsmedizin nach Leipzig gebracht, sagte Polizeisprecherin Katharina Geyer auf LVZ-Nachfrage. Dort sollte möglicherweise noch am Abend eine Sektion die näheren Umstände ihres Todes klären. Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die vermisste Peggy J. (39) aus Großgörschen bei Lützen, die seit dem 30. März als vermisst gilt.

Die junge Mutter hatte am Donnerstagabend vor einer Woche ihren Wohnort mit dem Fahrrad verlassen und war nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. Am nächsten Morgen entdeckte die Polizei das Fahrrad sowie die Schuhe der Vermissten am rund sechs Kilometer entfernten Werbener See. Dort soll sie sich Angehörigen zufolge gerne aufgehalten haben.

Der Werbener See ist ein Restloch des Tagebaus Profen-Nord und er wird überwiegend für die Naherholung als auch vom Leipziger Anglerverband und Bornaer Tauchclub genutzt. Seine Uferlinie ist mehr als sechs Kilometer lang, die Wasserfläche beträgt 79 Hektar. Er gehört mit zu den saubersten Gewässern in ganz Sachsen, an seiner tiefesten Stelle misst der See 32 Meter.

Donnerstag hatte die Polizei die Suche nach der Vermissten fortgesetzt, wollte nichts unversucht lassen, um die 39-Jährige zu finden. Seit den frühen Morgenstunden waren die Beamten aus dem Bornaer Revier sowie Taucher und zwei Leichenspürhunde im Einsatz. Die speziell ausgebildeten Hunde können in strömungsfreien Gewässern Leichen orten, die in 30, 40 Metern Tiefe liegen. „Für die Hunde ist das eine anstrengende Arbeit“, so Katharina Geyer, „deshalb wechseln sich meistens zwei ab, damit einer eine Spiel- oder Fresspause machen kann.“ Unterteilt in mehrere Segmente wurde der See in der Nähe des Dorfes Werben etappenweise abgesucht.

Letztlich fanden die Taucher die weibliche Tote „an einer Stelle, wo die Hunde nicht angeschlagen haben“, informiert die Polizeisprecherin. Die Leiche wurde geborgen, Spuren gesichert und die Kriminalpolizei nahm ihre Ermittlungen auf.

Von Kathrin Haase

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