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Borna Polizisten bekommen in der Bornaer Sana Klinik Nachhilfe in Sachen Fitness
Region Borna Polizisten bekommen in der Bornaer Sana Klinik Nachhilfe in Sachen Fitness
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07:00 06.12.2016
Dehnübungen gehören dazu, wenn Kaja Untiedt (li.) Polizisten aus dem Landkreis in Sachen Bewegung und Ernährung berät. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

330 Polizisten aus dem gesamten Landkreis Leipzig nehmen dieser Wochen in der Bornaer Sana Klinik Nachhilfe in Sachen Fitness und gesunder Ernährung. In der physiotherapeutischen Abteilung werden die Beamten – unter anderem aus den Revieren Borna und Grimma – im Rahmen des „betrieblichen Gesundheitsmanagements“ (BGM) nicht nur auf Herz und Nieren geprüft, sondern bekommen zudem Tipps zur Körperhaltung am Arbeitsplatz, zu Sportübungen und zu Stressbewältigung.

Erstmalig sind die Polizisten in der Sana vor Ort, um sich von den Sportwissenschaftlern Julia Kienow, Jan Geishendorf und Kaja Untiedt über den Bewegungsapparat des Menschen, ergonomische Arbeitsplätze und Risiken bei dauerhafter falscher Sitzposition informieren zu lassen. Mit einem Vortrag starten die drei in die BGM. „Hier dreht sich alles um den Aufbau des Körpers, Muskeln und Bewegungsabläufe“, erklärt Untiedt. Anschließend können sich die Polizeibeamten einem Check up unterziehen und sich aussuchen, ob es dabei verstärkt um die Bewegung gehen soll, um das Herz-Kreislauf-System oder um Ernährung. Verpflichtend sind die Check ups nicht, helfen aber dabei, für jeden einzelnen individuell herauszufinden, woran gearbeitet werden muss.

Die Organisation der BGM liegt in den Händen der Polizeihauptkommissarin Jacqueline Kuhmeiser, die sich zunehmend mehr mit dem Thema beschäftigen muss. Der Grund: „die Zahl der Polizisten sinkt, die Arbeit wird nicht weniger, verteilt sich aber auf nur wenige Schultern“, erklärt sie. Um Krankheitstage zu reduzieren, seien gesundheitsfördernde Maßnahmen daher unumgänglich. Dazu gehören neben den Aktionen in der Sana Klinik beispielsweise auch Obsttage. Bemerkenswerterweise, so hat Untiedt herausgefunden, würden 27 Prozent der Polizisten wegen Rückenschmerzen dienstlich ausfallen, 14 Prozent wegen der Probleme des Herz-Kreislauf-Systems. „Viele Beamte sitzen überwiegend. Gerade der mittlere Dienst arbeitet im Schnitt sechs Stunden am Schreibtisch, und die Streifenpolizisten sind meist im Auto unterwegs“, begründet die Sportwissenschaftlerin.

Um so dringender seien Übungen für die Rumpfmuskulatur. Doch auch der Bauch darf nicht außer Acht gelassen werden. Denn der hat gravierende Auswirkungen auf das Rückgrat. „Die Wirbelsäule passt sich körperlichen Veränderungen an, reagiert also entsprechend, wenn der Bauch zunimmt, um wieder in Balance zu kommen“, macht Untiedt deutlich. Damit steigt zum Beispiel das Risiko, einen Bandscheibenvorfall zu erleiden. Doch nicht nur Dehn- und Bewegungsübungen während des Dienstes können Abhilfe schaffen, sondern auch zusätzliche Bewegung bei körperlich anstrengendem Berufsalltag.

Denn Sport schafft mehr, als den Körper gesund und fit zu halten. „Er bewirkt das Abschalten vom Alltag, bietet Ausgleichsbewegungen, die im Beruf zu kurz kommen, und ist einfach ein Wohlfühlfaktor“, macht Geishendorf deutlich. „Die Zahl derer, die neben dem Dienst noch Sport machen, ist jedoch verschwindend gering“, sagt Kuhmeiser. Um so wichtiger sei es, die Polizisten dafür zu motivieren.

Von Julia Tonne

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