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Borna Powerfrau bei der Röthaer Feuerwehr
Region Borna Powerfrau bei der Röthaer Feuerwehr
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14:07 19.05.2015
Manuela Zacharias bei der Jugendfeuerwehrausbildung im Kreise ihrer Schützlinge. Quelle: Ulrike Wolf

dern im Alter von 13, 17 und 22 Jahren und ist, so ganz nebenbei, unermüdlich aktiv in Sachen Feuerwehr.

In Rötha ist sie seit mehr als zehn Jahren dabei. Seit Oktober 2008 ist Manuela Zacharias Jugendwart und betreut 22 Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren. Die 43-jährige gelernte Krankenschwester organisiert die Ausbildungsstunden für die Mädchen und Jungen, überlegt sich Themengebiete, kümmert sich um Sonderausbildungen am Wochenende, steht in Kontakt mit den Eltern der Kids, informiert über alles Gelernte.

"In unseren Übungen machen wir eigentlich alles, was die großen Feuerwehrleute auch üben", erklärt Zacharias. Ihre Aufgabe ist es, die Themen kind- und jugendgerecht aufzubereiten. "Es geht zum Beispiel darum, wie ein Brand entsteht und abläuft, welche Brandklassen es gibt, welche Löschmittel zur Verfügung stehen oder wie man überhaupt einen Notruf absetzt." Die Kinder, so Zacharias, würden extrem schnell lernen und seien voll bei der Sache. "Erwachsene sollten das nicht unterschätzen, gerade bei der ersten Hilfe wissen meine Mädchen und Jungs enorm viel und haben Mut, aktiv zu werden", sagt die Feuerwehrfrau stolz.

Über ihr Arbeitspensum sagte die Röthaerin einmal: "Das wäre locker eine Vollzeitstelle". Denn für Manuela Zacharias geht es nicht um das Abarbeiten von Themen, um das Erbringen von Dienststunden. In ihrer Gruppe soll es darum gehen, dass jedes Kind oder jeder Jugendliche nach seinen Fähigkeiten gefördert wird, dass auch Spaß und Freude dabei sind. "Wir machen hier keinen Leistungssport", so die Feuerwehrfrau.

Ihre Art und Weise, die Themen rüberzubringen finden die Jungs und Mädchen gut. "Sie ist schon manchmal streng, kann aber auch lieb sein", fasst der neunjährige Florestan Schirbel zusammen. "Wenn es bei unseren Übungen nicht so läuft, gibt es schon mal einen Anpfiff, aber ich bin nicht nachtragend", sagt Zacharias über sich selbst.

Neben den Übungsstunden, die seit Juni aller 14 Tage mittwochs als Gemeinschaftsprojekt mit der Böhlener Jugendwehr stattfinden, gibt es jedes Jahr im Sommer ein Zeltlager mit Spaßwettbewerben und ein Sommerlager in Johanngeorgenstadt, bei dem die Jungen und Mädchen am Lagerfeuer, beim Baden und anderen gemeinsame Erlebnissen eine schöne Zeit verbringen. Der neun Jahre alte Maximilian Kielau ist von beiden Angeboten begeistert. "Ich war schon mehrmals mit, besonders das Wandern war klasse", erzählt er. Das beliebte Sommerlager, sagt Manuela Zacharias, finanziere sich aus den Spenden vom Tannenbaumeinsammeln im Januar, das gemeinsam mit der Böhlener Jugendwehr jedes Jahr organisiert wird. "So können wir den Kids was bieten, denn einige haben nicht die Möglichkeit, in den Ferien wegzufahren", erklärt sie.

Kameradschaft und Teamgeist, das lebt die Röthaerin vor. Bevor mittwochs die Übungen losgehen, fährt sie nach Borna, holt aus dem Kinderheim einen ihrer Schützlinge ab, hat dafür eine Sondergenehmigung bekommen. "Unsere Feuerwehr in Rötha, das ist wie eine Familie. Ich schöpfe daraus Kraft", so die Feuerwehrfrau.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.08.2014
Ulrike Wolf

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