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Preise werden weiter steigen

Preise werden weiter steigen

Es ist erst wenige Wochen her, dass die Städtischen Werke (SWB) eine Erhöhung des Strompreises um monatlich 2,78 Euro verkündeten. Das muss keineswegs das Ende der Fahnenstange sein, sagt SWB-Geschäftsführer Mario Maron.

Borna. Der Energieversorger hat davon aber nichts. De Erhöhung hängt ausschließlich mit dem so genannten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zusammen.

Es ist eine frappierende Preissteigerung, die die Energiewende mit sich bringt. Wurden im Jahr 2010 noch 2,43 Cent auf eine Kilowattstunde zugunsten des EEG draufgeschlagen, so sind es in diesem Jahr 7,43 Cent. Eine Verdreifachung also innerhalb von vier Jahren. SWB-Chef Maron sagt: "Das müssen wir von unseren Jungen abverlangen." Reserven, die staatlich aufgebrummten Gesamtkosten anders zu finanzieren, habe ein vergleichsweise überschaubares Unternehmen, wie es die SWB sind, jedenfalls nicht.

Aufs Jahr gerechnet kommen so 300 000 Euro zusammen, die die SWB zur Umsetzung der energiepolitischen Leitlinien beitragen. Oder vielmehr die SWB-Kunden. Und dabei dürfte es SWB-Chef Maron zufolge kaum bleiben. Mittlerweile gibt es sieben Umlagen, die auf den Strompreis draufkommen, etwa eine für abschaltbare Laster oder für die Offshore-Haftung. "Und das werden noch mehr", sagt Maron. Deshalb geht der Chef des kommunalen Energieversorgers davon aus, dass der Strompreis in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Dabei seien die SWB gut aufgestellt. Schließlich werde der Strom im Winter, während der Heizperiode, zu zwei Dritteln in den drei SWB-eigenen Blockheizkraftwerken in Borna erzeugt. Das biete schließlich den Vorteil, "dass wir kein großes Stromnetz brauchen".

Anders verhält es sich mit den prognostizierbaren Preisentwicklungen bei Fernwärme und Gas. Bei Fernwärme sei nicht mit größeren Preissprüngen zu rechnen, und beim Gas, das die SWB seit Jahren vom Potsdamer Anbieter Natgas beziehen, geht der SWB-Geschäftsführer ebenfalls von einer gewissen Konstanz aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.01.2014
Nikos Natsidis

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