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Borna Premiere des Singspiels sorgt für volle Zuschauerreihen in Rötha
Region Borna Premiere des Singspiels sorgt für volle Zuschauerreihen in Rötha
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17:04 11.09.2016
Die Musikanten brachten der Festgesellschaft die passende Musik. Quelle: Julia Tonne
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Rötha


Aus der Feder von Gabi Richter von den Stadtraben stammte die Geschichte über die Vogelhochzeit von Drossel und Amsel, die passende Musik dazu lieferte der Kirchenchor unter der Leitung des Röthaer Kantors Jihoon Song. Deutsche Volkslieder wie „Alle Vögel sind schon da“, „Backe, backe Kuchen“ und „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ machten aus dem Theater fast eine Art Musical. Inhaltlich drehte sich die rund einstündige Aufführung um die Hochzeitsfeier der beiden Singvögel, zu der nicht nur sämtliche Vögel des Waldes kamen, sondern auch Spielleute, Bäcker und ein nicht mehr ganz nüchterner Hase, der es sich nicht nehmen ließ, einen Löwen im Wald zu provozieren.

Für Hans-Joachim Keil, Ideengeber für das Theater und Schauspieler bei den Stadtraben, war es das erste Mal, mit so vielen Mitwirkenden zu spielen, noch dazu mit so vielen Kindern, die zudem über die ganze Stadt verteilt sind. „Die Idee war schon lange vorher da, so etwas Großes auf die Beine zu stellen“, sagt er. Eine Herausforderung will er es nicht nennen, „aber da steckt schon Arbeit drin“. Kristin Frank, Lehrerin an der Grundschule und Leiterin der dortigen Theater-AG, war zunächst skeptisch. „Ich konnte mir nicht vorstellen, solch eine Idee mit so vielen Mitspielern umzusetzen“, erklärt sie. Denn die größte Herausforderung sah sie in den Proben. Doch dafür gab es eine Lösung. Carola Bock, ebenfalls ein Stadtrabe, hatte sich bereit erklärt, in die Kindergärten der Ortsteile zu fahren, um einmal in der Woche mit den Nachwuchsschauspielern zu üben. Einmal im Monat trainierten dann alle gemeinsam.

Dass auch die Kostüme am Sonnabend für Begeisterung bei den Besuchern sorgten, war vorhersehbar. Denn sämtliche Kleider waren selbstgeschneidert. Die Nähgruppe der Stadt hatte schon vor Monaten damit begonnen, Tierkostüme, Bäckerei-Outfits und Feengewänder zu nähen. Die Requisiten kamen vom Columbus e.V., einem gemeinnützigen Verein und anerkannten Träger der freien Jugendhilfe, der sich in Leipzig und im Leipziger Umland für die individuelle Förderung und soziale Integration von jungen Menschen einsetzt.

Ein nicht mehr ganz nüchtener Hase (rechts) und ein Igel gehörten ebenso zur illustren Hochzeitsrunde wie die Vögel des Waldes. Quelle: Julia Tonne

Der Columbus e.V. hatte zudem etliche Lampions (natürlich in Form von Raben) vorab gebastelt, die nach der Aufführung an die Kinder verteilt wurde. Damit verschwanden sie anschließend beim Lichterfest im Schlosspark. „Die Kinder haben sich solch eine Mühe gemacht. So ein Theater dürfte es gerne öfter in der Stadt geben“, betonte Christine Kästel, die sich das Spektakel nicht entgehen ließ. Etwas warten darauf muss sie aber. In zwei Jahren wollen Keil, die Stadtraben und die Kindergärten wieder ein Theaterstück dieser Art zeigen, im kommenden Jahr bringen die Stadtraben Ritter Flug auf die Bühne.

Von Julia Tonne

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