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Borna Premiere im Dunkeln
Region Borna Premiere im Dunkeln
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17:11 19.05.2015
Annemarie Kruber (rechts) zeigt Diana Härtel und deren Tochter Jenny die Technik des Klöppelns. Schmetterlinge standen hoch im Kurs, sowohl beim Kinderschminken als auch beim Klöppel-Zirkel. Quelle: Julia Tonne

Eben diese Kombination lockte gestern hunderte Besucher dorthin.

Vom Kulturhaus und der Stadt organisiert, hatte der Kulturverein das Programm für das Fest auf die Beine gestellt. Das reichte vom Blasorchester über Auftritte der Tanzkinder bis hin zum Puppentheater, das eine ganz besondere Premiere aufführte: Ein Stück, das in absoluter Dunkelheit gespielt wurde. Die vier Puppenspieler vom Amateurtheater "Die Böhlener", Heinz-Rüdiger und Sonja Zwerschke, Carola Stachelroth und Bärbel Förster, brauchten lediglich zwei UV-Licht-Strahler, die eine beeindruckende Atmosphäre auf die Bühne zauberten. Denn alle Figuren, die im Meeresstück "Der blaue Schlüssel", mitschwammen, waren zuvor mit Leuchtfarben und Leuchtgranulat bearbeitet worden.

Um das zu sehen, hatte sich Diana Härtel mit ihrer dreijährigen Tochter von Großdeuben auf den Weg hierher gemacht. "Die Spieler lassen sich immer etwas Neues einfallen, das man nicht alle Tage sieht", begründet sie. Zudem gebe es "leider immer weniger Puppentheater". Deshalb komme sie jedes Jahr, um die selbst geschriebenen Stücke der Spieler zu sehen.

In Massen waren die Besucher gekommen, um die "Leistungsschau des Kulturvereins", wie es Gangloff bezeichnete, zu erleben. "Die Leute rennen uns jedes Jahr die Bude ein", sagte die Kulturvereinsvorsitzende Karla Schimmel. "Das muss hier so sein, das gehört zum Ort." Diesen Ansturm erlebten auch die Frauen vom Klöppelzirkel des Vereins. Zahlreiche Interessierte schauten Monika Werner, Annemarie Kruber und Doris Illgen über die Schultern. "Für uns ist das keine Handarbeit und auch kein Hobby", erklärte Kruber. Klöppeln sei eher eine Sucht. Wer es einmal gemacht habe, könne davon nicht mehr lassen. Entsprechend viele Beispiele ihres Könnens konnten bewundert werden: Fensterschmuck, Dekorationen für die Wohnungen, Ostereierverzierungen. "Nichts ist unmöglich", sagte Werner. Künstlerisch ging es auch einen Stand weiter zu. Antje Rammler, Carola Hinz und Jana Siedersleben vom Zirkel der bildenden Kunst verzierten Kindergesichter. Hoch im Kurs standen bei den Mädchen Schmetterlinge, "natürlich immer mit viel Glitzer", so Hinz. Bei den Jungs durften es gruselige Motive sein.

Sachlich wurde es hingegen an den Parteiständen. Politiker aller Parteien standen den Bürgern Rede und Antwort, informierten bei einer Tasse Kaffee über Wahlprogramme, Ziele und bisweilen auch über sich selbst. "Das Fest ist kein politischer Schlagabtausch, sondern eines, das Privates mit Politik verknüpft", machte Gangloff deutlich. Zudem würden sich hier frühere Arbeitskollegen treffen, die einst im Tagebau beschäftigt waren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2013

Tonne, Julia

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