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Borna Pro Pegau fordert Verbindungsstraße nach Hohenmölsen und attraktives Zugangebot
Region Borna Pro Pegau fordert Verbindungsstraße nach Hohenmölsen und attraktives Zugangebot
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00:36 08.04.2018
Kurze Wege nach Hohenmölsen: Die Wählervereinigung Pro Pegau wünscht sich, dass die direkte Straßenverbindung nach Sachsen-Anhalt in den Regionalplan aufgenommen wird. Quelle: pro pegau
Pegau

In einer Stellungnahme zum Regionalplanentwurf Leipzig-Westsachsen hat sich die Wählervereinigung Pro Pegau für eine Straßenverbindung nach Hohenmölsen und die Integration der Bahnstrecke Leipzig-Pegau-Gera in das mitteldeutsche S-Bahn-Netz ausgesprochen. Beide Projekte seien angesichts des Strukturwandels aus wirtschaftlicher und sozialer Sicht erforderlich, bekräftigt der Pro-Pegau-Stadtrat Mario Bringer.

Forderung: Straße nach Hohenmölsen soll in die Pläne

Die Wiederherstellung der alten Straßenverbindung Pegau-Hohenmölsen soll sowohl im Braunkohlenplan Tagebau Profen als auch im Regionalplan Leipzig-Westsachsen fest fixiert werden, fordern die Pegauer. Heute mündet die Zeitzer Straße hinter der Bahnschranke in die ehemalige Verbindung nach Stöntzsch und Hohenmölsen, die einstige B 176 führt jedoch ins Nichts.

Mit der länderübergreifenden Unterstützung im Rettungsdienst und die durch den Landrat angezeigte angespannte Situation würde diese kurze Verbindung nach Sachsen-Anhalt eine übergeordnete Bedeutung erlangen. Nur so könne der Rettungsdienst an der Landesgrenze künftig abgesichert werden, argumentiert Mario Bringer.

Umfahrung des Tagebaus kostet Rettungskräften Zeit

Schon jetzt unterstützen Rettungskräfte aus Hohenmölsen und Theißen ihre sächsischen Kollegen, etwa wenn eigene Rettungswagen aus dem Landkreis Leipzig nicht verfügbar sind – zuletzt beim Pegauer Faschingsumzug, als ein Mann verletzt wurde. Die vorgeschriebene Hilfsfrist von zwölf Minuten könne dann jedoch oft nicht eingehalten werden. „Dies liegt an der großräumigen Umfahrung des Tagebaus Profen und dem Fehlen einer direkten Verbindung zwischen den beiden Grundzentren“, beschreibt es der Pegauer.

Der Regionalplan Leipzig-Westsachsen sieht vor, die alte Ortsverbindungsstraße Pegau-Hohenmölsen wiederherzustellen und in das Verkehrswegenetz einzubinden. Darüber hinaus benötigen der Mondsee sowie der Pegauer- und Schwerzauer See ebenso eine überregionale Anbindung.

Das Oberbergamt in Freiberg habe die Mibrag deshalb aufgefordert, bis zum September 2018 einen Trassenverlauf und entsprechende Verkehrs- und Wegebeziehungen (Straßen, Rad- und Wanderwege) zwischen Pegau und Hohenmölsen vorzustellen.

Forderung: Haltepunkt Pegau ertüchtigen

Einen weiteren Schwerpunkt sieht die Wählervereinigung in der Bahnstation Pegau. Sie fordert daher die Ertüchtigung des Bahnhaltepunktes Pegau sowie eine zeitnahe Integration der Strecke Gera-Zeitz-Pegau-Leipzig in das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz.

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) beschäftige sich derzeit intensiv mit dem Potenzial alternativer Zugantriebe. Danach werde den wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenzügen großes Potenzial bescheinigt. „Mit Dieselzügen ist eine Integration in das S-Bahnnetz nicht möglich, weil durch den City-Tunnel nur elektrische und perspektivisch Züge mit Wasserstofftechnologie fahren dürfen“, erläutert Bringer.

Forderung: Einbeziehung ins S-Bahn-Netz

Um eine bestmögliche Anbindung an den Schienenpersonennahverkehr zu bieten und gleichzeitig ein attraktives Zugangebot für die Pegauer Region zu schaffen, sei eine Einbeziehung der Strecke Leipzig-Pegau-Gera unausweichlich. „Ein S-Bahn-Anschluss ist für eine Kommune ein wichtiger wohnwirtschaftlicher Parameter. Städte und Regionen ohne S-Bahn-Anschluss werden künftig abgehangen“, meint Pro Pegau.

Auf der Bahnstrecke werden aktuell der Bahnhof Zeitz für rund 5,5 Millionen Euro und der Bahnhof Profen für 2,2 Millionen Euro saniert. „Auf sächsischem Territorium hinken Pegau und Zwenkau dieser Entwicklung extrem hinterher“, so der Stadtrat.

Von Kathrin Haase

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