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Probestau im Speicherbecken Serbitz-Regis hat Höhepunkt erreicht

Hochwasserschutz Probestau im Speicherbecken Serbitz-Regis hat Höhepunkt erreicht

Der Probestau im Speicherbecken Serbitz-Regis hat seinen Höhepunkt erreicht. Rund 3,9 Millionen Kubikmeter Wasser füllen den Hochwasserspeicher, der sich von Serbitz bis nahe Blumroda westlich der Bundesstraße 93 erstreckt, bis zu einer Höhe von drei Metern unter der Dammkrone.

Anfang November nutzten etliche Vögel die Wasserfläche im angestauten Speicher als Rastplatz. Im Hintergrund ist Regis-Breitingen mit der Stadtkirche zu sehen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Regis-Breitingen. Der Probestau im Speicherbecken Serbitz-Regis hat seinen Höhepunkt erreicht. Rund 3,9 Millionen Kubikmeter Wasser füllen den Hochwasserspeicher, der sich von Serbitz bis nahe Blumroda westlich der Bundesstraße 93 erstreckt, bis zu einer Höhe von drei Metern unter der Dammkrone. Nachdem das Wasser sieben Tage im Speicherbecken gestanden hat, wird es seit Freitag wieder abgelassen. Bis zum Jahresende soll der Speicher, der außerhalb von Hochwasserzeiten eine landwirtschaftliche Fläche ist, wieder leer sein. Das sagte Henriette Salewski vom Röthaer Betrieb der Landestalsperrenverwaltung (LTV) der LVZ.

Damit geht ein aufwendiger Probestau zu Ende, für den die LTV Anfang September begonnen hatte, den Speicher in zwei Etappen bis zur jetzigen Höhe zu füllen, wofür Wasser von der Pleiße abgezweigt wurde. Der Probestau war eine Forderung der Landesbehörden von Sachsen und Thüringen. Die Dämme des sogenannten Grünspeichers, durch den die Landesgrenze zwischen den beiden Bundesländern verläuft, waren bis 2010 von der LTV saniert und ertüchtigt worden, nachdem sich während des Hochwassers von 2002 Standsicherheitsprobleme gezeigt hatten. Nach der Sanierung musste die LTV mit einen Probestau die Standsicherheit der Dämme unter Beweis stellen, um wieder eine unbefristete Betriebserlaubnis beziehungsweise Einstaugenehmigung für das Becken zu erhalten.

Die Chancen dafür stehen gut, nachdem die Messergebnisse während des bisherigen Probestaus zufriedenstellend gewesen seien. Es wären keine Probleme festgestellt worden, sagte Henriette Salewski. Wegen des trockenen Spätsommers und Herbstes habe der Probestau etwas länger gedauert als geplant. Das Ablassen des Wassers müsse jetzt auch wieder langsam erfolgen, damit die Dämme keinen Schaden nehmen. Der Ablass erfolgt nicht über den Kanal zum Speicherbecken Borna (Adria), sondern das Wasser fließt über das Einlaufbauwerk wieder in die Pleiße zurück. Deren Wasserstand werde dadurch in den nächsten Wochen allmählich leicht ansteigen. „Wir achten aber darauf, dass es keine Probleme mit der Wasserführung gibt“, versicherte die Betriebsleiterin für Talsperren in Rötha.

Von André Neumann

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