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Borna Problem in Borna: Rüpel-Radfahrer auf Fußwegen
Region Borna Problem in Borna: Rüpel-Radfahrer auf Fußwegen
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10:08 31.07.2018
So nicht: Radfahrer auf dem Fußweg werden auch in Borna immer mehr zu einem Problem. Quelle: Nikos Natsidis
Borna

Radfahrer werden auch in Borna zunehmend zu einer Problemgruppe. Auch wenn es längst noch nicht so schlimm ist wie in der Großstadt Leipzig, ist es für Fußgänger bisweilen regelrecht gefährlich, wenn etwa Pedalritter dort unterwegs sind, wo sie der Straßenverkehrsordnung zufolge nichts zu suchen haben – auf dem Fußweg, findet Henry Kunze.

Im Stadtrat thematisiert

Der CDU-Ortsverbandsvorsitzende hatte das Thema bereits in der letzten Stadtratssitzung angesprochen. Dass sich allerdings grundlegend etwas an dem Problem ändert, ist nur schwer vorstellbar.

Henry Kunze. Quelle: privat

„Mit geht es nicht um Kinder“, macht Kunze jetzt noch einmal klar. Dafür aber um „Erwachsene jeder Couleur“, also Rentner und Jugendliche und speziell junge Männer. Gerade an engen Stellen in der Innenstadt sei es kompliziert, wenn Radfahrer Bürgersteige als ihren Verkehrsraum betrachten. Und Kunze, auch Vorsitzender des SV Blau-Gelb Borna, nennt konkrete Gefahrenpunkte: „Wenn man aus der Sparkasse herauskommt, muss man aufpassen, dass man nicht von einem Radfahrer umgefahren wird.“

Regelwidrigkeiten beobachtet er auch andernorts. Wenn Radfahrer etwa in Einbahnstraßen wie die Königstraße oder die Reichsstraße hineinbrettern und den Autos entgegenkommen, sei das problematisch. In jedem Fall seien viele Radfahrer rücksichtslos in Borna unterwegs. Kunzes Forderung deshalb: Ordnungsamt und Sächsische Sicherheitswacht sollten hier aktiver werden und Radfahrer, die regelwidrig fahren, ansprechen.

OBM: Polizei und Ordnungsamt sprechen Radfahrer an

Das passiere auch, sagt Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke). „Die Polizei hält die Leute an.“ Und auch das Ordnungsamt spreche Radfahrer an, wenn die etwa auf dem Fußweg führen. Die Rathauschefin lässt aber durchblicken, dass die Ordnungshüter nicht immer und überall sein können. Platz für separate Radwege sei oftmals nicht vorhanden, etwa in der Bahnhofstraße.

Poller und Bänke beruhigen Verkehr

Immerhin hat die Stadt gerade jetzt etwas zur Beruhigung des Verkehrs im öffentlichen Raum getan. Gemeint sind die Poller sowie die drei Bänke, die nunmehr verhindern, dass Autos auf und über den Marktplatz fahren. Das hatte Luedtke bereits vor Monaten angekündigt, weil es immer wieder zu gefährlichen Situationen gekommen war. Die neuen Absperrungen sorgten nunmehr für „ein großes Stück Sicherheit“.

Der Lieferverkehr sei davon nicht betroffen. Und auch Radfahrer nicht. Die können weiterhin mit ihren Drahteseln vor dem Rathaus vorbeifahren.

Von Nikos Natsidis

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