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Borna Probleme mit dem Löschwasser
Region Borna Probleme mit dem Löschwasser
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18:59 22.01.2013
Die Feuerwehr Groitzsch saugt mit ihrer Fahrzeugpumpe Wasser aus dem Dorfteich in Michelwitz. Vor allem im Winter ist es für die Wehr nicht immer einfach, geeignete Entnahmestellen zu finden. Quelle: Olaf Becher
Groitzsch

Oft sind Hydranten zugeparkt, vom Schnee verdeckt oder zugewachsen. Probleme bereiten auch die durch Vandalismus zerstörten Hinweisschilder auf die Wasserquelle.

Die Feuerwehr Groitzsch appelliert deshalb an jedermann, auch im eigenen Interesse die Wasserentnahmestellen vor den Grundstücken stets zugänglich zu halten. Gerade auf ländlichem Gebiet reiche oftmals die Durchflussmenge der Trinkwasserleitungen für eine Sicherung des Brandschutzes aus dem Hydranten nicht aus. Dort müssten andere Lösungen gefunden werden, etwa Teiche oder Flüsse, heißt es.

Die gibt es allerdings in einem Umkreis von 300 Meter um den jeweiligen Einsatzort nicht überall. Deshalb hat die Stadt Groitzsch, gesetzlich für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und damit auch für die Löschwasserversorgung zuständig, in den letzten Jahren bereits einiges unternommen, erklärt Lutz Delling vom Groitzscher Ordnungsamt. Als Brandschutzprüfer ist er für Groitzsch, Pegau, Elstertrebnitz, Zwenkau, Böhlen und Neukieritzsch zuständig. So wurde etwa am Kindergarten Auligk eine Zisterne mit 100 Kubikmeter Wasserinhalt gebaut. Bewährt haben sich für die Einsatzkräfte auch die guten Kontakte zu den Agrargenossenschaften, die Anhänger mit vollen Wassertanks bereitstellen. Zukunftsweisend sei der Löschwasserbrunnen der Agrar GmbH Auligk im Ortsteil Kleinprießligk. Wo ein ausreichender Grundwasserspiegel vorhanden ist, sind diese Anlagen äußerst kostengünstig in Aufbau und Unterhaltung.

Sorgen bereiten dem Groitzscher Stadtwehrleiter Hans-Joachim Siebert allerdings die immer mehr zum Biotop gewandelten Dorfteiche. „Oft sind dort keine befestigten Zufahrtswege und gesicherte Entnahmestellen mehr vorhanden", sagt er. Hier sollte ein Umdenken einsetzen, wie Natur und Löschteich in Einklang zu bringen seien.

Den Bürgern müsse dennoch nicht bange sein, betonen die Experten. Die Feuerwehr habe entsprechende Einsatzpläne erstellt und die Kameraden für solche Situationen ausgebildet. Außerdem führten einige Löschfahrzeuge eine größere Wasserreserve für den ersten Löscheinsatz mit, die ausreichen sollte, bis eine stabile Versorgung gewährleistet sei.

„Es gibt noch einiges im Brandschutz zu tun, aber wir sind auf einem guten Weg", ist der Stadtwehrleiter zuversichtlich, auch gerade jetzt mit der Unterstützung aus dem neuen Amt von Lutz Delling.

Olaf Becher

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