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Borna Provokante Frage beim A-72-Disput mit Morlok in Borna
Region Borna Provokante Frage beim A-72-Disput mit Morlok in Borna
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17:15 28.01.2010
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. Farbe bekennen sollte dabei Sachsens neuer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (FDP).

Im „Goldenen Stern“ hatten sich etwa 100 Leute versammelt, die in der Wirtschaft und Verwaltung von Leipzig bis Chemnitz Rang und Namen haben. Morlok, der aus Berlin kommend leicht verspätet eintraf, ging auf die Frage des Abends augenzwinkernd ein. Der Kölner Dom unterliege zwar Dauerreparaturen, sei aber vor fast 130 Jahren fertig gestellt worden, lag für ihn die Antwort auf der Hand. Frage man aber, was schneller gebaut wird, „so sind wir in der Lage, den Kölner Dom deutlich zu schlagen“. Denn dessen Bauzeit habe sich mehr als 600 Jahre hingezogen. Die Planung der A 72 habe vor 15 Jahren begonnen.

Die Fertigstellungstermine für die A-72-Abschnitte, die Morlok dann ins Spiel brachte, sind nicht neu. Flankiert von seinem Verkehrs-Abteilungsleiter Bernd Rohde und Leipzigs Landesdirektionspräsident Walter Christian Steinbach sagte er, dass die Schnellstraße Borna im Jahr 2012 erreiche. „Davon gehen wir aus, und dann haben wir von Chemnitz bis Leipzig eine leistungsfähige Verkehrsader.“ Das sei zwar spät zur ursprünglichen Kalkulation, „ist aber immer noch schnell“. Laut Steinbach beginnt in diesem Jahr auf den zwei Abschnitten von Rathendorf über Frohburg bis Borna der eigentliche Trassenbau. Zwischen Niederfrohna und Rathendorf soll der Verkehr bereits ab 2011 rollen, sagte der Minister.

Zu Fertigstellungszeiten der A 72 nördlich von Borna wollte sich Morlok aber nicht festlegen. Keiner wisse, ob es bei der Planfeststellung zu Klagen und damit zu gerichtlichen Verfahren komme. Für den Abschnitt Borna – Rötha reichte das Autobahnamt im Dezember den Antrag auf Planfeststellung ein. LDL-Chef Steinbach geht davon aus, dass die Unterlagen im März/April öffentlich ausliegen. Das sei „der spannende Augenblick“, was die Raumwiderstände und Einwendungen betrifft. Steinbach: „Lieber einen Monat länger Planfeststellung, als jahrelang am Gericht hängen.“ Für so einen Teilabschnitt der Autobahn seien zwei Jahre Planfeststellung „nicht unnormal“. Wenn dann Baurecht vorliegt, zieht Rohde für das Teilstück Borna – Rötha eine Bauzeit von nochmals zwei Jahren ins Kalkül.

Frank Prenzel

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