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Borna Punkfestival: „Rock am Kuhteich“ hat eigenes Lied
Region Borna Punkfestival: „Rock am Kuhteich“ hat eigenes Lied
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00:30 04.05.2018
Willkommen bei „Rock am Kuhteich“ im Kulturpark Deutzen: Veranstalter Lutz Lettau auf dem Weg zum Grillplatz. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Deutzen

Der Kuhteich liegt auch in diesem Jahr wieder in Deutzen. Dort ist das Gewässer zwar viel größer als jenes am alten Bornaer Freibad und heißt eigentlich wahlweise Speicherbecken oder Adria. Aber die Location hat sich für die Anhänger von Punkmusik in allen erdenklichen Spielarten nach der Premiere im vorigen Jahr als bestens geeignet herausgestellt. Und deswegen kommt das Festival „Rock am Kuhteich“ am Donnerstag zum zweiten Mal in den Kulturpark Deutzen.

Veranstalter rechnet mit ausverkauftem Festival

Lutz Lettau vom Veranstalterverein Kulturdesign Borna rechnet damit, dass die auf 750 Besucher pro Tag begrenzte Veranstaltung auch in diesem Jahr ausverkauft sein wird. Zumindest sind die 600 Wochenend-Tickets so gut wie weg. Tageskarten gibt es am Donnerstag, Freitag und Sonnabend noch am Zugang zum Park.

Der größte Teil der Besucher sind Stammpublikum, sie besuchen das Festival schon seit vielen Jahren. Das versteht sich laut Lettau als Punk-Festival, wobei die Musik stilistisch aber in viele Richtungen ausgedehnt wird. Das stellen in diesem Jahr 24 Bands unter Beweis, die aus Deutschland, England, Frankreich, Tschechien, Italien, Australien und Ungarn kommen. Wie weit der musikalische Kosmos von „Rock am Kuhteich“ reicht, darüber gibt die Kuh Auskunft, das unverwechselbare Logo des Festivals. Auf deren Körperteilen vom Kopf bis zu den Haxen steht es geschrieben: Punk, Grunge, Polka, Irish Folk, Indie, Country, Ska, Humppa, Rock ’n’ Roll, Liedermacher, Hardcore, Blues und Stoner Rock.

Das alles wird von Donnerstag, 18 Uhr, bis Sonntagmorgen gegen 1 Uhr zu hören sein. Wobei 1 Uhr generell Zapfenstreich auf der Grillplatz-Bühne sein muss, am Donnerstag schon 22 Uhr. Weil die meisten Besucher dann erfahrungsgemäß noch nicht in ihre Wohnmobile und Zelte schlüpfen wollen, kann danach im Biergarten dahinter noch weitergefeiert werden: bei leiserer, unverstärkter Musik.

Lärmschutz im Fokus

Den Veranstaltern ist es wichtig, dass der Lärmschutz eingehalten und die Geduld der Deutzener nicht überstrapaziert werden. Doch Lettau sieht das Festival da auf der sicheren Seite, ein eigener Mitarbeiter misst an vorgeschriebenen Stellen die Lärmpegel. „Und Hand aufs Herz“, meint er: „Wer einmal das NCN-Festival im September hier erlebt hat, der weiß, wie harmlos wir sind.“

Leipziger Band Tornados gibt den Auftakt

Während die meisten Bands nur eine knappe Stunde spielen, erwartet die Besucher am Donnerstagabend wieder ein Auftaktkonzert, diesmal mit den Tornados (20.30 Uhr), einer Leipziger Band, die es seit mehr als 20 Jahren gibt.

Special Guest ist in diesem Jahr El mago masin (Donnerstag, 18.30, Freitag ab 14 Uhr), ein Liedermacher, auf den Lettau in Deutzen beim Liedermacherfestival AdriAkustik aufmerksam geworden ist.

Headliner am Freitag ist Los Fastidos (21.45 Uhr), eine Band aus Italien, die schon deutlich härter zu Werke geht.

Folkoristischer klingen die Wallerts aus Berlin, die am Sonnabend zur besten Zeit (20.45 Uhr) mit ihrem Humppa-Sound auftreten, der stark an Polka angelehnt ist.

Ganz besonders freut sich Lutz Lettau auf Blumentopferde (Freitag 17.45 Uhr). Die Punk-Band aus Sachsen hat in diesem Jahr einen Song für „Rock am Kuhteich“ gemacht, den sie in Deutzen natürlich auch spielen will. Weil der Text ins Programmheft gedruckt werden soll, können alle mitsingen.

Von André Neumann

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