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Querfeldein mit Top-Athleten

Querfeldein mit Top-Athleten

Am 1. Advent komplettiert der RSV Radsport Borna sein Veranstaltungstrio in diesem Jahr. Nach Straßenrennen in der Wyhrastadt und in Zedtlitz steht nun Querfeldeinfahren auf dem Programm.

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Schlamm ist nahezu ein Muss beim Radcross – bis ins Gesicht. Am 2. Dezember steigt ein Rennen in Borna.

Quelle: Günther Hunger

Borna. Die Organisatoren um Frank Schalk richten die 10. Station um den Deutschland-Cup aus. Das ist die einzige ostdeutsche „Etappe" dieser bundesweit bedeutendsten Radcross-Rennserie.

Erstaunlich schnell erhielten die Bornaer vom Bund Deutscher Radfahrer den Zuschlag für die Austragung. Zwar hatten sie einst, noch unter dem Dach Betriebssportgemeinschaft (BSG) Aktivist Großzössen, durchaus Erfahrungen und Erfolge in dieser Radsport-Disziplin gesammelt. Ende der 90er Jahre konnte die dann beim Bornaer SV beheimatete Sektion das Querfeldein-Rennen „Rund um die Witznitzer Kippe" nicht mehr ausrichten. Erst 2011, im Gründungsjahr des RSV, gab es eine Neuauflage. Die war gleich so ordentlich als Offene Landesmeisterschaft organisiert, dass die Fortsetzung nun auf der bundesweiten Bühne folgt.

„Die gesamte deutsche Spitze könnte bei uns antreten", sagt Schalk, der die Fäden für die Vorbereitung zusammenhält. Toll wäre, wenn die als Top-Straßenfahrerinnen bekannten Hanka Kupfernagel und Trixi Worrack in Borna antreten, findet er. Noch kann er wenig über Teilnehmer sagen. „Meldeschluss ist ja erst am 23. November." Gerechnet wird mit bis zu 300 Akteuren.

Für den 2. Dezember dann sind acht Rennen mit elf Wertungen ausgeschrieben. Der Auftakt, Start 10 Uhr, ist den Jedermännern vorbehalten. „Diese ambitionierten Hobby-Fahrer sind etwa 40 Minuten unterwegs. Die Rundenzahl wird ja erst während des Rennens festgelegt", erklärt Schalk. Schüler, Jugendliche und Junioren beider Geschlechter, Senioren und Frauen schließen sich an, ehe ab 14.30 Uhr die Männer den Abschluss bilden.

Start und Ziel ist im Rudolf-Harbig-Stadion, dazwischen führt die Strecke reichlich drei Kilometer durchs Gelände. „Wir mussten den Kurs etwas verlängern und verändern, um ihn den höheren Anforderungen anzupassen." Als besondere Feinheiten wurden eine neue Abfahrt und eine Wiese eingebaut. „Das ist richtig kräftezehrend", so Schalk. Zudem gibt es zwei Durchfahrten im Stadion und eine bessere Wechselzone. „Dort tauschen die Akteure ihre Räder, die meisten haben ja zwei mit." Helfer der Teams spritzen diese dann ab, da der Schlamm die Funktionsfähigkeit doch stark behindert.

Von den Zuschauern wollen Schalk und Co. keinen Eintritt kassieren. Dabei muss ihr Verein für den Deutschland-Cup ein Budget von rund 5000 Euro einplanen. Neben den normalen Kosten des Tages sind festgeschriebene Preisgelder zu finanzieren. Und der Bund Deutscher Radfahrer bittet die Veranstalter zur Kasse. „Das geht alles nur über Sponsoren", sagt Frank Schalk. „Wir sind in Gesprächen. Aber ein Großteil der Summe ist noch offen."

Olaf Krenz

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