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Borna Quertänzer machen im Bornaer Stadtkulturhaus ihrem Namen alle Ehre
Region Borna Quertänzer machen im Bornaer Stadtkulturhaus ihrem Namen alle Ehre
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08:00 12.06.2017
Improvisation – das war das Thema der Quertänzer bei ihrer Aufführung im Stadtkulturhaus Borna. Quelle: Foto: Julia Tonne
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Borna

So manch Zuschauer könnte am Wochenende im Stadtkulturhaus Borna etwas irritiert gewesen sein. Denn die Quertänzer von der Kunst- und Musikschule Ottmar Gerster brachten vor allem Improvisationstanz auf die Bühne. Dennoch: die Jahresabschlussparty der Tänzer überzeugte.

„Im vergangenen Herbst haben wir beschlossen, einmal etwas anderes auszuprobieren – fern ab von Techniktraining und fertigen Choreographien“, sagt Tanzpädagogin Silvia Schuhknecht. Bei den rund 110 Tänzerinnen im Alter von vier bis 30 Jahren kam das gut an. „Jeder kann sich dabei ausprobieren, andere Stile und Bewegungen einarbeiten“, erklärt Sophie Effertz. Die 18-Jährige tanzt seit mittlerweile zwölf Jahren unter der Regie von Schuhknecht und deren Kollegin Anett Wolter. Dass sich die einzelnen Tanzklassen nicht auf einen bestimmten Stil festlegen müssen, begeistert sie besonders. „Ob Jazz, HipHop oder Ballett: jede Klasse kann ihre individuelle Stärken ausbauen.“

Zwei Themen standen am Sonnabend und Sonntag vor ausverkauftem Haus im Fokus. Die erste Aufführung drehte sich um „Tanzen als Kommunikation“. So erarbeiteten sich Schuhknecht und ihre Klassen Gedichte, die sie tänzerisch umsetzten. „Eine andere Variante war, dass wir selbst gezeichnete abstrakte Bilder als Vorlage für Tänze genutzt haben“, erklärt die Tanzpädagogin. Während die auf die Bühne gebracht wurden, konnte sich das Publikum die Bilder über einen Beamer während der Aufführung ansehen. Am Sonntag hingegen wurden die Sportler zu Weltenforschern. Ob Erde, Planeten, Träume, Gefühle, Meere oder Märchen – mit viel Können und Hingabe nahmen die Mädchen das Publikum mit auf eine Reise durch die verschiedenen Welten – mit wenigen Hilfsmitteln, dafür mit liebevoll ausgewählter Musik und passenden Kostümen.

„Wir machen eben unserem Namen Quertänzer alle Ehre“, macht Schuhknecht deutlich. Es könne durchaus mal kreuz und quer über das Parkett gehen, vorgezeichnete und ausgetrampelte Pfade dürften verlassen werden.

Allerdings blieb die Improvisation nicht die einzige Premiere am Wochenende. Neu war auch, dass das Publikum nicht in Reih und Glied saß, um das Geschehen auf der Bühne zu verfolgen. Vielmehr bildeten die Tänzer den Mittelpunkt im Saal. Und das Neue überzeugte – übrigens nicht nur die Zuschauer am Wochenende.

Erst vor wenigen Tagen konnte eine Klasse der Quertänzer auch eine Fachjury von ihrem Können überzeugen. Sie schaffte beim Bundeswettbewerb in Paderborn den zweiten Platz.

Von Julia Tonne

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