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Radfahrer statt Heimwehurlauber – Borna lockt jetzt auch Touristen an

Fremdenverkehr Radfahrer statt Heimwehurlauber – Borna lockt jetzt auch Touristen an

Stephan Wieprich, Betreiber der Bornaer Pension in der Altstadt, begrüßt mittlerweile regelmäßig Touristen in seinem Haus. Das sind Leute, die eher Aktivurlaub machen wie Motorradfahrer. Die reisen in der Regel aus den alten Bundesländern an und genießen die mitteldeutsche Landschaft. Und natürlich kommen auch Radfahrer.

Stephan Wieprich ist Betreiber der Pension Altstadt in Borna. Er beobachtet, dass zunehmend auch echte Touristen in die Stadt kommen.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Wer von außen kommt, hat manchmal einen besseren Blick auf die Möglichkeiten vor Ort. Auf Stephan Wieprich trifft das in jedem Fall zu. Der Mann vom Jahrgang 1976, seit zwei Jahren Betreiber der Bornaer Pension in der Altstadt, weiß, wovon er spricht, wenn es um die Chancen der Stadt auch auf touristischem Gebiet geht. Nicht nur, weil der gelernte Hotelier seine Sinne bei einem achtjährigen Aufenthalt in Fernost geschärft hat. Mittlerweile begrüßt er auch regelmäßig Touristen in seinem Haus.

Damit scheinen die Zeiten, in denen Borna und auch die Pension in der Altstädter Hauptstraße vor allem das Ziel von Bauarbeitern auf Montage und Heimweh-Touristen war, vorbei. „Die haben wir natürlich auch“, macht Wieprich klar. Vor allem die Woche über und in der warmen Jahreszeit. Aber das Spektrum der Leute, die Borna mehr oder weniger gezielt ansteuern, ist breiter geworden. Neben Gästen, die nach einer Unterkunft suchen, um ihre älteren Familienmitglieder zu besuchen, gehören in der Tat Erholungssuchende dazu. Leute, die eher Aktivurlaub machen wie Motorradfahrer. Die kommen in der Regel aus den alten Bundesländern und genießen die mitteldeutsche Landschaft, in der sie im mehr oder weniger flachen Gelände, genüsslich entlang brettern können. „Und natürlich kommen Radfahrer zu uns“, wie der Hotelier betont.

Dabei handelt es sich wie bei den Bikern um Leute der Generation 50plus, die im Schnitt drei, vier Tage bleiben. Leute, die vor allem aus dem Erzgebirge und dem Zittauer Gebirge sowie dem benachbarten Sachsen-Anhalt kommen und von Borna aus zu bis zu 50 Kilometer langen Radtouren starten. „Manche reisen auch aus der Lausitz an“, sagt Wieprich. Das sind dann Besucher der besonderen Art, die mit Blick auf ihre, die Lausitzer Seenlandschaft, schauen wollen, wie es im Leipziger Neuseenland aussieht. In jedem Fall handelt es sich um Leute, von denen auch Borna ganz konkret profitiert, etwa die örtliche Gastronomie.

Überhaupt das Neuseenland. Für Wieprich ein Pfund, mit dem sich längst bei den Bemühungen von außerhalb erfolgreich wuchern lässt. Borna sollte sich noch mehr als Ausgangspunkt für die neue Seenlandschaft verstehen, aber auch als das klassische Tor ins Kohrener Land. Hinzu komme die recht zentrale Lage, die dazu führt, dass Gäste von der Bornaer Altstadt sowohl Touren nach Dresden, aber auch nach Rochlitz oder ins sachsen-anhaltinische Burgenland machen. Nach Leipzig sowieso, weil der City-Tunnel und die damit verbundene exzellente Anbindung an die Großstadt für Borna und seine Besucher so etwas wie einen Hauptgewinn bedeutet.

Und weil sich der Speckgürtel rund um Leipzig stetig vergrößert, hat das auch Auswirkungen auf das Beherbergungsgewerbe. Schließlich, so Wieprich, werde mehr gebaut, und die Firmen müssten ihre Mitarbeiter unterbringen. Vor allem aber setzt der gebürtige Leipziger, der natürlich um das Image von Borna aus früheren Zeiten weiß, auf den Wandel und die damit verbundene veränderte Wahrnehmung. „Leute, die vor vielen Jahren weggegangen sind und dann wieder herkommen, sind immer überrascht, was hier alles passiert ist.“

Von Nikos Natsidis

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