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Radweg mit Unbekannten

Radweg mit Unbekannten

Schon lange wird über den neuen Radweg in Groitzsch gesprochen und verhandelt – doch wo er genau entlang führt, was der Bau kostet und wann Radler dort in die Pedale treten können, ist nach wie vor offen.

Groitzsch. Kürzlich fand ein Vorort-Termin mit Planungsbüro, Naturschutzbehörde, Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie der Stadt Groitzsch statt. „Dort wurde die Vorzugsvariante durchgesprochen", sagte Dirk Schmidt, Bauamtsleiter der Stadt.

Diese Route könnte so verlaufen: Von Groitzsch aus führt der Weg durch Großpriesligk, am Gasthof vorbei, dann auf der alten Bahnstrecke bis Großstolpen. Vor dem Dorf müsste der Radweg wieder die Bahntrasse verlassen, weil es zu teuer wäre, eine Brücke über die Schnauder zu bauen. Der Weg würde durch Großstolpen gehen, am ehemaligen Baumarkt vorbei, dann wieder auf die alte Bahntrasse bis zur neuen B 176n, wo der Anschluss an den dort neu entstehenden Radweg erfolgen soll.

Doch in Sack und Tüten ist diese Variante noch nicht. Zuvor muss die naturschutzrechtliche Abstimmung erfolgen, so Schmidt. Wichtig für Groitzsch sei bei diesem Bauprojekt ein Anschluss an den Großstolpener See.

Alles befindet sich noch in der „Vorplanung", sagte Martina Tinkl, Leiterin der Leipziger Niederlassung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, auf LVZ-Anfrage. Wegen des „noch sehr frühen Planungsstandes" könnten derzeit „keine Aussagen über einen Realisierungshorizont" getroffen werden. Das betrifft auch das Geld. „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt noch keine Kostenberechnung vor. Kostenträger der Baumaßnahme sind der Bund als Straßenbaulastträger der B 176 und die Stadt Groitzsch", sagte Tinkl.

Obwohl all dies noch recht vage klingt: Das Amt für Straßenbau und Verkehr hat ein Interesse an diesem Weg, weil der Abschnitt einen Lückenschluss der Radwegeverbindung entlang der B 176 zwischen Borna und Groitzsch darstellt und auch in der Radverkehrskonzeption des Landkreises enthalten ist, so die Niederlassungsleiterin. Wichtig sei vor allem, dass Radfahrer dort in Zukunft sicherer unterwegs sind – nämlich auf einem eigenen Weg anstatt auf der Bundesstraße neben Autos und Lastwagen.

Claudia Carell-Domröse

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