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Radweg zwischen Borna und Grimma: Signal steht endlich auf Grün

Infrastruktur Radweg zwischen Borna und Grimma: Signal steht endlich auf Grün

Zum Bau eines durchgängigen Radweges zwischen Borna und Grimma haben sich die beteiligen Kommunen sowie weitere Partner bekannt. Die Vorplanung war 2008 noch aus Mitteln der Kreisfusion bezahlt worden. Die Trasse verbindet künftig nicht nur die beiden Mittelzentren, sondern soll auch Touristen locken.

Henry Graichen (v.l.n.r.), Simone Luedtke, Wolfgang Hiensch, Maik Schramm, Matthias Berger, Michael Hultsch und Manfred Graetz beim symbolischen Start für den geplanten Radweg Borna-Grimma.

Quelle: Jens Paul Taubert

Landkreis Leipzig. Auf einer Länge von 33 Kilometern soll es künftig eine geschlossene Radverbindung zwischen Borna und Grimma geben. Nach langwierigen Abstimmungen kamen am Montag die Bürgermeister der fünf beteiligten Kommunen, Landrat Henry Graichen (CDU) sowie Vertreter des Sächsischen Wirtschaftsministeriums sowie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr zusammen, um die nötigen Unterschriften unter zwei Vereinbarungen zu setzen. Damit bekennen sich Grimma, Bad Lausick, Frohburg, Kitzscher und Borna zum Routenverlauf und dessen Umsetzung.

„Bis hierher war es ein wirklich langer Weg“, rekapitulierte Graichen. Die Idee des Radweges geht noch auf die Kreisfusion zurück. „Damals hat der Landkreis aus Fusionsmitteln die Vorplanung bezahlt.“ Obwohl diese bereits seit 2011 vorlag, dauerte es noch einmal sechs Jahre, um alle Partner an einen Tisch zu holen. Der letzte gordische Knoten war auf Frohburger Territorium zerschlagen worden. Bekanntlich hatte sich der Frohburger Bürgermeister Wolfgang Hiensch dafür stark gemacht, dass Folgekosten für die Unterhaltung einer Brücke nicht an der Kommune hängen bleiben. „Auch hier haben wir nach langem Ringen eine Lösung gefunden“, erklärte Graichen. Die größte Herausforderung stellte bislang der Abschnitt Bad Lausick-Flößberg dar. Grunderwerb musste getätigt sowie die Zustimmung der jeweiligen Räte eingeholt werden. „Das Geld für diese Teilstrecke kommt vom Bund“, berichtete Gesine Sommer, Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung. „Eigentlich war der Radweg direkt an der B 176 geplant, wird nun aber auf der ehemaligen Querbahnstrecke errichtet“, verdeutlichte die Amtsleiterin. Realisiert wird der Abschnitt vom Landkreis. Noch in diesem Jahr soll die Ausschreibung erfolgen.

Alle anderen beteiligten Kommunen verpflichteten sich per Unterschrift, die auf ihren Gemarkungen liegenden Strecken in eigener Verantwortung zu bauen. „Für diese Maßnahmen stehen seit einiger Zeit höhere Fördersätze zur Verfügung“, ermunterte Bernd Sablotny, Abteilungsleiter im Sächsischen Wirtschaftsministerium. „Statt bislang 80 erhalten Kommunen nun 90 Prozent Förderung für Radwege, für Planungskosten immerhin bis zu 15 Prozent“, so der Dresdner Abgesandte, der die Vereinbarung ebenfalls signierte.

Nicht nur als Brückenschlag zwischen den beiden Mittelzentren, auch als wichtige Ost-West-Verbindung im Landkreis hat die Trasse Bedeutung. „Durch den Verlauf abseits von Hauptverkehrsstraßen und in landschaftlich schöner Lage bedeutet sie aber auch einen touristischen Mehrwert“, betonte Graichen. Ein Umstand, der die Anwesenheit von Manfred Graetz als Vorsitzender des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland sowie von Sandra Brandt von der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH erklärte. „Schließlich soll die Radler-Trasse auch vermarktet und mit anderen Angeboten wie Mulderadweg oder Neuseenland-Radroute vernetzt werden“, erklärte der Landrat. Auch Grimmas OBM Matthias Berger (parteilos) begrüßte das Projekt: „Gerade mit der Zunahme von E-Bikes bekommen Radwege eine ganz neue Bedeutung als Alternative zum motorisierten Verkehr.“ Sichtlich erfreut war auch Amtskollege Maik Schramm (parteilos) aus Kitzscher: „Für uns macht der Radweg sogar einen Bogen und bindet uns noch dazu an den Bockwitzer See an.“

Bis zum Anradeln – ob aus eigener oder Elektrokraft – ist allerdings weiter Geduld gefragt. Zur Zeitschiene für die komplette Fertigstellung gibt es vorerst keine Aussagen, ebenso wenig zu den Gesamtkosten. „Allerdings“, betonte Gesine Sommer, „sind längere Abschnitte des Radweges bereits nutzbar.“ Dies trifft unter anderem auf den ehemaligen Bahndamm zwischen Glasten und Bad Lausick und das Teilstück durchs Fürstenholz zwischen Flößberg und Kitzscher zu.

Von Simone Prenzel

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