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Borna Ramsdorf: Erster sächsischer Gewässerlehrpfad eingeweiht
Region Borna Ramsdorf: Erster sächsischer Gewässerlehrpfad eingeweiht
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15:19 10.05.2010
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Ramsdorf

Vor dem öffentlichkeitswirksamen Spektakel suchte der Minister mit dem Arbeitskreis Ländlicher Raum und Vertretern von Angler- und Fischereiverbänden nach dem Einklang zwischen Ökologie und Ökonomie der Fischzucht. [gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_1941] Der Präsident des Anglerverbandes, Rolf Seidel, nutzte das politische Picknick am See, um mit einer Binsenweisheit aufzuräumen: „Vielerorts gilt der Vorwurf, dass das Verständnis für Naturschutz an der Wasserobergrenze aufhört und der Angler ein Mensch ist, der nur am Ufer sitzt und seine Ruhe haben will." Der Gewässerlehrpfad (Seidel: „Weitere werden folgen."), der aktiv von den Mitgliedern des Anglervereins Wyhratal errichtet wurde, sei nachahmungsürdiger Beleg dafür, dass „wir mehr tun, als nur angeln. Wir wollen damit zeigen, dass wir im Verband mehr als 600 Hektar Wasserfläche hegen und pflegen. Die Informationen über im See lebende Fische und an dem Gewässer lebende Vögel und Insekten sind unser Beitrag für eine bewusste Nutzung der Natur", fasste Seidel seine Hoffnung in Worte, dass sich über die 27 Schautafeln ein umweltbewusstes Nutzen durch Badegäste und Erholungsuchende transportieren lässt. „Ich bin dem Anglerverband Leipzig sehr dankbar für diese Initiative", so Minister Frank Kupfer. „Wasser ist die wichtigste Grundlage unseres Lebens. Wir trinken es, wir waschen uns damit, wir benötigen es, um in der Landwirtschaft Lebensmittel zu erzeugen. Darum ist ein schonender Umgang mit Wasser und Gewässern ein wichtiges Anliegen", sagte Kupfer vor Grundschulklassen aus Deutzen und Regis-Breitingen und politischen Delegationen von Landes-, Kreis- und kommunaler Ebene. Im Vorfeld der Lehrpfad-Eröffnung traf sich Kupfer bei einer Sitzung des Arbeitskreises Ländlicher Raum, Umwelt und Landwirtschaft mit Vertretern der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag im Forellenhof Borna. Neben Rolf Seidel (gleichzeitig CDU-Landtagsabgeordneter), dem Präsidenten des Landesanglerverbandes Sachsen, Friedrich Richter, und dem des Sächsischen Landesfischereiverbandes, Wolfgang Stiehler, saßen auch Fischzüchter am Tisch. „Es wurden Themen angesprochen, die hauptsächlich den Fischern Probleme bereiten: Der Koi-Virus, die Dezimierung ihrer Bestände durch Kormorane und die durch die Bekalkung der Seen entstehende Probleme", berichtete CDU-Landtagsabgeordneter Georg Ludwig von Breitenbuch. Es sei wichtig, eine Ausgewogenheit zwischen den notwendigen Maßnahmen und den naturgegebenen Tatsachen zu schaffen. „Wir werden beispielsweise prüfen lassen, ob die Verbesserung des ph-Wertes in den Gewässern durch die Bekalkung der Seen in diesem Ausmaß sein muss. Und ob damit ein Zusammenhang mit dem vermehrten Auftreten des Koi-Herpes-Virus' besteht", so von Breitenbuch. Grundsätzlich sei unter den ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten der Gewässernutzung abzuwägen, dass der Naturschutz den wirtschaftlichen Zwängen der Fischereien nicht den Rang ablaufe. „Das Pendel ist in der Vergangenheit nach einer Seite stärker ausgeschlagen. Hier muss ein Gleichgewicht gefunden werden", ergänzte von Breitenbuch.

Thomas Lieb

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