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Rauchsäule über Espenhain – Feuer bei Recyclingfirma offenbar keine Brandstifung

Feuerwehreinsatz Rauchsäule über Espenhain – Feuer bei Recyclingfirma offenbar keine Brandstifung

Das Feuer auf dem Hof beim Recyclingunternehmen Scholz in Espenhain südlich von Leipzig ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit Absicht gelegt worden. Die Ermittler gehen derzeit von einer Selbstentzündung aus.

Bei einer Recyclingfirma in Espenhain brannte am Montag dieser Schrotthaufen.

Quelle: privat

Espenhain. Das Feuer auf dem Hof beim Recyclingunternehmen Scholz in Espenhain südlich von Leipzig ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit Absicht gelegt worden. Die Ermittler gehen von einer Selbstentzündung aus, wie ein Sprecher der Polizei am Dienstag in Leipzig sagte. Der Brand war am Montag ausgebrochen und konnte noch am selben Tag gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Über die Höhe des Sachschadens konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Am Ostermontag hat der Brand für Aufsehen und einen stundenlangen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Die mehr als 100 Meter hohe Rauchsäule war seit 12.30 Uhr bis nach Leipzig, Geithain und Großpösna zu sehen. „Elektroschrott stand auf einer Fläche von zehn mal zehn Metern in Flammen“, berichtete Einsatzleiter Stefan Bobilow. Verletzt worden sei niemand. Da sich in dem Abfall verschiedene Metalle und auch Chemikalien aus Druckerpatronen befanden, geht die Feuerwehr in einer ersten Einschätzung von Selbstentzündung aus.

Insgesamt waren 35 Kameraden mit fünf Fahrzeugen bis gegen 17 Uhr im Einsatz. „Da es sich um einen Vollbrand handelte, war auch schwere Technik der Firma Scholz notwendig“, so Bobilow. Das Unternehmen stellte Mitarbeiter sowie einen Bagger und einen Radlader zur Verfügung, um den brennenden Unrat anzuheben.

Feuer in Espenhain

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Während die Feuerwehrleute aus Espenhain, Mölbis und Oelzschau die Flammen löschten, waren zwei Messfahrzeuge in den Ortsteilen unterwegs. „Es wurden leicht erhöhte Werte in der Luft festgestellt, die für Anwohner aber nicht bedrohlich waren“, so der Einsatzleiter. In die Karten spielte den Brandschützern der Wind. Dadurch sei der Qualm schnell abgezogen und habe sich nicht über einem Ort konzentriert.

Die Rauchsäule war auch am Störmthaler See zu sehen. Das Foto ist in Höhe des Weinbergs rechts unterhalb der Gaststätte Störmthal entstanden.

Die Rauchsäule war auch am Störmthaler See zu sehen. Das Foto ist in Höhe des Weinbergs rechts unterhalb der Gaststätte Störmthal entstanden.

Quelle: Maren Heinirch

Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr auch mit zu geringem Wasserdruck zu kämpfen. „Wir mussten mehrere Hydranten anzapfen und jede Menge Schläuche ausrollen“, berichtet Heiko Röser, Wehrleiter aus Oelzschau. Ein ganz wichtiger Helfer sei ein Oldie unter den Feuerwehrautos in Sachsen gewesen. Die Männer aus Oelzschau hatten ein Tanklöschfahrzeug der Marke S 4000 mit dem Baujahr 1959 im Einsatz.

Bereits am Nachmittag wurde über den Wagen auf ersten Fotos in den sozialen Netzwerken im Internet diskutiert. „Der H3 gehört ins Museum und nicht in einen Großeinsatz. Traurig zu sehen, mit was für antiker Technik unsere Feuerwehr im Jahr 2016 zum Einsatz fahren muss“, meinte ein Nutzer auf der Facebook-Seite von LVZ.de nicht ganz markensicher. Röser lässt auf das Auto nichts kommen. „Es hat uns heute sehr geholfen, weil wir auch aus größerem Abstand löschen konnten“, so der Wehrleiter.

Der Olezschauer Oldie im Einsatz.

Der Olezschauer Oldie im Einsatz.

Quelle: Andreas Döring

Der Lastwagen, der in der DDR schon bei der Leipziger Berufsfeuerwehr im Dienst stand, sei voll funktionsfähig und werde liebevoll gewartet. Röser merkte aber an: „Wir müssen mit der Gemeinde irgendwann über einen Ersatz sprechen.“ Jedem Termin beim TÜV sähen die Oelzschauer nämlich mit Sorge entgegen.

Matthias Roth

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