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Borna Referenzpunkt in Borna verrät den exakten Standpunkt
Region Borna Referenzpunkt in Borna verrät den exakten Standpunkt
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16:28 11.10.2017
Geodätischer Messpunkt in Borna. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Wer schon immer genau wissen wollte, wo er sich befindet, der sollte das Vermessungsamt in der Leipziger Straße 67 in Borna ansteuern. Dort erfährt er dann, wie genau sein Handy oder sein Navi ist. Möglich macht das ein so genannter geodätischer Referenzpunkt, der am Mittwoch offiziell übergeben wurde. Es ist der letzte von insgesamt 14 Referenzpunkten im Freistaat Sachsen, wie Thomas Scheithauer, seines Zeichens Leiter des Vermessungsamt im Bornaer Landratsamt, erklärte.

Es handelt sich um eine Granitblick mit einem Gewicht von 400 Kilo mit eine Metallplatte, auf der die exakten Koordinaten des Steins stehen. Wer den Stein ansteuern und einen Blick in seinen iPod wirft, erkennt, wie genau das eigene Gerät ist. Normalerweise, so Scheithauer, gibt es bei handelsüblichen Geräten Abweichungen zwischen fünf und zehn Metern.

Der Referenzpunkt befindet sich an der Einfahrt auf den Parkplatz des Vermessungsamtes. Das hat seinen Sitz dort, seit es aus der Landesverwaltung in die Landkreisverwaltung übergegangen ist, wie Gerald Lehne (CDU), Erster Beigeordneter des Landkreises, sagte. Lehne, als passionierter Pilger kreuz und quer unterwegs, weiß aus eigener Erfahrung, wie ungenau das eigene Handy bisweilen ist. Er verwies zudem auf die zunehmende Bedeutung exakter Koordinaten in der Landwirtschaft, etwa bei der Bestellung von Feldern. Und, nicht zu vergessen die Geochacher – Schnitzeljäger, die versuchen, anhand von Koordinaten, die auf Internetseiten hinterlegt sind, „Schätze“ aufzuspüren.

Der Referenzpunkt in Borna ist sozusagen der Schlussstein in Sachsen. „Es gibt einen in jedem Landkreis“, erklärte Ria Liebscher vom Sächsischen Vermessungs-Staatsbetrieb GeoSN. Außerdem befinden sich je einer in Leipzig sowie Chemnitz und zwei in Dresden.

Von Nikos Natsidis

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