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Borna Regina Thoss und „Bella Bahnhof“ locken die Gäste zum Groitzscher Schusterfest
Region Borna Regina Thoss und „Bella Bahnhof“ locken die Gäste zum Groitzscher Schusterfest
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15:54 03.04.2018
Regina Thoss singt beim Schusterfest in Groitzsch. Das Publikum kennt mindestens bei ihren DDR-Hits einen Großteil der Texte. Quelle: Andreas Döring
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Groitzsch

Über großen Zuspruch freuten sich die Organisatoren des 4. Schusterfestes in Groitzsch am Sonnabend. Zur Einweihung des Seniorenwohnhauses „Bella Bahnhof“ strömten kurz nach dem Mittag an die 200 Menschen, sodass Investor Herbert Zinn von einer „super Resonanz“ sprach, die ihn „fast erschlagen“ habe. Das Festzelt am Pflegeheim Bella-Senioren-Residenz von Doris und Heiko Krumbholz war – nicht nur wegen Schlagersängerin und Entertainerin Regina Thoss – über Stunden gut gefüllt. Und weitere Gäste tummelten sich im Freien.

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Das Schusterfest in Groitzsch hat sich etabliert. Auch bei der vierten Auflage stand die ältere Generation im Mittelpunkt, sie blieb aber nicht allein. Eingeweiht wurde das Haus „Bella Bahnhof“ mit barrierefreien Seniorenwohnungen. Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt von Schlagersängerin Regina Thoss.

Einweihung im „etwas wilden Zustand“

Mit Freude und Stolz sprach Bauherr Zinn über sein 3,5-Millionen-Euro-Projekt mit 35 barrierefreien Wohnungen. Die Arbeit – der 67-Jährige koordiniert selbst alles – habe ihm Spaß gemacht. Dennoch sei er auch etwas enttäuscht. Er habe den Gästen nicht „den etwas wilden Zustand“, sondern ein fertiges Haus zum Fest präsentieren wollen. Die aktuelle Aus- und Überlastung von Handwerksfirmen be­komme aber auch er zu spüren, sodass die Freigabe per Bandschnitt mit Bürgermeister Maik Kunze (CDU) einen Hauch von Baustellenbesichtigung hatte. „Hauptsache ist, dass die Wohnungen zum vertraglich vereinbarten Termin zu beziehen sind. Das Umfeld werden wir später gestalten“, so Zinn.

Auf den Einzug freut sich nicht nur Siegfried Kosemund als einer von bereits 27 Mietern. „Ich war 50 Jahre Tischler. Wenn unsere Leipziger Glaserei Fenster einbaute, gab es auch immer mal Verzögerungen“, zeigte der Großstorkwitzer Verständnis. Er habe schon einen kleinen Vertrag mit dem Pflegedienst abgeschlossen, vor allem wegen des Notrufs: „Damit jemand da ist, wenn es mal einen Notfall gibt“, so der 79-Jährige.

Bauherr mit Herzblut und Handschrift

Stadtoberhaupt Kunze beglückwünschte Zinn „für den Mut, den Sie bewiesen haben“. Er brachte einen jungen, ahornähnlichen Amberbaum mit, der bis zu 20 Meter hoch werden könne. Das Haus sei nicht nur eine Bereicherung für das Schusterviertel, sondern die ganze Stadt, so Kunze. „Wohnraum, vor allem ordentlicher, wird nachgefragt. Es wäre schön, wenn wir weitere solche Leute wie Sie hätten. Es fehlt an Bauland und Investitionen.“ Dieter Hager, Chef des Gewerbevereins, sprach davon, dass Herbert Zinn, der in Ebersburg bei Fulda zu Hause ist, nicht einfach ein Investor sei, der Geld durchreicht. „So kam er vielleicht mal nach Groitzsch. Das ist aber jetzt anders. Er ist ein Unternehmer, dessen Handschrift in seinen Vorhaben steckt und der mit Herzblut dabei ist.“

Ein besonderes Geschenk überbrachte später der Löbschützer René Münchhalfen, dessen Vater kürzlich nach dem Verlust eines Beines schnell einen Platz in Zinns betreutem Wohnen erhalten hatte. Der Sohn hatte ein Original-Paar Damenschuhe aus der früheren Bella-Schuhfabrik, auf deren Gelände nun ein Teil des Schusterviertels steht, aufgetrieben und als Kunstobjekt gestalten lassen.

Regina Thoss kommt an mit Musik und Humor

Im Festzelt traten zunächst Steppkes des Kindergartens „Spatzennest“ auf. An Erzieherin Birgit Lorenz und Bürgermeister Kunze übergab Herbert Zinn eine Spende von 300 Euro. Nach dem Zwischenspiel der Bornaer Discothek „Resonanz“ von Rainer Thoss ließ die weitläufig verwandte Regina Thoss ihre Schlager erklingen: Hits aus DDR-Zeiten wie „Die Liebe ist ein Haus“ und „Blue Bayou“ sowie Titel ihres neuesten Albums „Danke“, das sie 2016 zum 50. Bühnenjubiläum und zum runden Geburtstag aufgenommen hatte. Die 71-Jährige unterhielt die Gäste zudem mit Humor. Schließlich stärke zweimal am Tag 20 Minuten Lachen das Immunsystem.

Von Olaf Krenz

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