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Borna Regis-Breitingen: Bürger drängen auf Suche nach Bauland
Region Borna Regis-Breitingen: Bürger drängen auf Suche nach Bauland
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12:01 09.04.2018
Blick auf das Rathaus von Regis-Breitingen. Quelle: Jens Paul Taubert
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Regis-Breitingen

Eine Arbeitsgruppe für die Baulandsuche in Regis-Breitingen ist in der Bürgerfragestunde der jüngsten Stadtratssitzung vorgeschlagen worden. Während Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) erklärte, das Thema im Blick zu haben, die Idee jedoch nicht ablehnte, sprach sich der SPD-Abgeordnete Stephan Kretzschmar dagegen aus. Dafür müsse kein neues Gremium neben dem Stadtrat gebildet werden, befand er.

Zu wenig Flächen

„Junge Familien fragen wegen Bauland an, das ist ganz hervorragend“, sagte Steffen Dorer, Sprecher der Bürgerinitiative „Grundwasser Regis-Breitingen“ und Besucher der Sitzung. „Aber es ist schwierig, ihnen etwas zu empfehlen, weil wir zu wenig Flächen haben.“

Dabei wäre es doch wichtig, zum einen hier lebende junge Menschen an die Stadt zu binden und andererseits für Auswärtige Möglichkeiten zu bieten, sich hier niederzulassen. „Ich denke, dass es eine gute Sache ist, die Bevölkerung mit einzubeziehen, um zu klären, wo Bauland zu finden ist. Das könnte doch in einer Arbeitsgruppe passieren.“

Lenk: Stadt an der Problematik dran

Lenk entgegnete, dass die Stadt seit Jahren an der Problematik dran ist. „Zwar hat die Kommune selbst kaum neue Grundstücke für Bauland im Eigentum. Aber es gibt da zwei private Bereiche um die wir uns bemühen. Bei dem einen wären fünf, sechs Eigenheime, bei dem anderen etwa zwölf möglich.“ Mehr Details, als dass Verhandlungen mit einem Investor beziehungsweise Vermarkter laufen, gab der Bürgermeister allerdings nicht preis.

Das Landratsamt habe darauf hingewiesen, dass das bürokratische Verfahren, ein Baugebiet zu planen und auszuweisen, etwa ein Jahr in Anspruch nehme. Dann müssten die Verhandlungsprozesse beschleunigt werden, forderte Dorer. „Die billigen Bauzinsen dürften in zwei Jahren vorbei sein.“

Verweis auf das Stadtentwicklungskonzept

Längerfristig wird das Thema im Integrierten Stadtentwicklungskonzept betrachtet, sagte Lenk. Demnach könnte im Gewerbegebiet Nord (Blumrodaer Straße), wenn Firmenansiedlungen weiter ausbleiben, ein Wohnbaustandort entstehen – wenn die Bindefrist aufgrund der Fördermittel für die ursprüngliche Erschließung abgelaufen ist. Und zurzeit laufe ja ein Planverfahren zur Änderung des Wohngebiets „Am Wäldchen“, womit vier, fünf Bauplätze entstehen sollen.

Diese Ansage ergänzte Stadtrat Werner Heiche (FDP), indem er gleich einen zweiten Bauabschnitt, also eine Erweiterung für das sogenannte „Neu-Heuersdorf“ ins Gespräch brachte.

Ex-Bürgermeister Thomas Kratzsch (CDU), regelmäßiger Gast der Sitzungen, verwies auf „skandalöse Garagenhöfe“, die analysiert und dann bereinigt werden müssten. Dort könnten innerstädtische Bauplätze gewonnen werden, die ja attraktiver seien.

Für den Abgeordneten Kretzschmar findet die Bauland-Problematik nicht zu wenig Beachtung. „Wir haben im Stadtrat schon oft darüber diskutiert. Da ist keine neue Arbeitsgruppe nötig.“ Andererseits müsse aber keine Ausschusssitzung ausfallen wie zuletzt, gab er dem Bürgermeister einen Seitenhieb. „Wir haben ja, wie zu hören ist, genug Themen, mit denen wir uns beschäftigen können.“

Von Olaf Krenz

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