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Borna Regis-Breitingen: Die neue Kita „Regenbogenland“ ist eingeweiht
Region Borna Regis-Breitingen: Die neue Kita „Regenbogenland“ ist eingeweiht
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19:24 27.02.2018
Einweihung der neuen Kindertagesstätte in Regis-Breitingen: Die älteste Gruppe gestaltet ein Programm für die Gäste. Quelle: Jens Paul Taubert
Regis-Breitingen

Bereits vier Tage vor dem 1. Advent wurde am Mittwoch in Regis-Breitingen „das schönste Weihnachtsgeschenk“ übergeben. Sagte Geschäftsführerin Heike Buchheim vom freien Träger Arbeiterwohlfahrt Leipziger Land, die wie die anderen Gäste der Einweihung voll des Lobes über die neue Kindertagesstätte „Regenbogenland“ war. Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) überreichte symbolisch einen großen Schlüssel auf rotem Kissen an die Kita-Leiterin Silvia Stiller. Die Einrichtung wurde in den vergangenen knapp zwölf Monaten für Gesamtkosten von rund 1,9 Millionen Euro an der Straße Am Stadion gegenüber von Sporthalle und Grundschule errichtet. Sie ersetzt die alte Villa an der Schillerstraße, deren Betriebserlaubnis nur bis zum 31. Dezember gilt.

Regis-Breitingen hat eine neue Kindertagesstätte. Das „Regenbogenland“ ist am Mittwoch eingeweiht worden. Der Neubau wurde für rund 1,9 Millionen Euro in zwölf Monaten errichtet – als Ersatz für das bisherige Domizil in einer 90-jährigen Villa. Am Montag nimmt die Einrichtung ihren Betrieb auf.

Bevor sich am Nachmittag die Tür für die Bürger zur Besichtigung öffnete, gab es den offiziellen Akt mit Stadträten, Kommunalpolitikern und Vertretern von Planungs- sowie Handwerksfirmen. „So lustig ist’s im Kindergarten“, sang die älteste Gruppe zum Auftakt, während die jüngeren im alten Domizil Mittagsschlaf hielten. Die 1. Klasse der Grundschule erntete einige Lacher, als sie im Lied fragte: „Wo hat der Bürgermeister schon im Sand gespielt?“ Der vermeintliche Verbalangriff auf den Stadtchef entpuppte sich in der Antwort als Rückschau: „Im Kindergarten, im Kindergarten, da fangen alle mal als kleine Leute an.“ Bürgermeister Lenk ist wohl für einigen Spaß zu haben. Hatte er doch auch mitgespielt, verriet Buchheim, als ihn die Kinder damals an den Marterpfahl gebunden hatten, um ihm ein Neubau-Versprechen abzuringen. „Angesichts der 90-jährigen Lady gab es dazu keine Alternative. Jetzt ist das Versprechen erfüllt“, sagte sie.

Kommune hat Zuschuss erkämpft

Lenk erklärte, dass für die Villa wegen der Probleme mit Brand- und Arbeitsschutz sowie Raumkonzept ein Anbau angedacht war. Eine Wirtschaftlichkeitsstudie hatte das Vorhaben dann Richtung Neubau gelenkt. Nach dem Architektenwettbewerb war das Projekt vom Büro Strauss Architekten Borsdorf vorangetrieben worden, sodass 2015 der genehmigte Bauantrag vorgelegen hatte. Allerdings hatte es massiv an der Finanzierung gehakt. Erst in intensiver Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und beim Einsatz aller städtischen Mittel aus dem sächsischen Investitionsprogramm „Brücken in die Zukunft“ wurde ein Zuschuss von rund einer Million Euro erkämpft. Wobei Regis selbst etwa 900 000 Euro stemmen muss. „Eine Summe, die wir für künftige Vorhaben wohl nicht mehr aufbringen können“, sagte Lenk.

Als Eckdaten des Baus nannte er den ersten Spatenstich am 18. November 2016, die Grundsteinlegung am 16. März und das Richtfest am 10. Mai. Auch wegen des Zeitverzugs im Winter sei das Ziel 24. November recht sportlich gewesen. „Doch es gab eine Punktlandung, bis auf kleinere Nacharbeiten.“

Nun steht Oberschule im Fokus

Landrat Henry Graichen (CDU) hob die Projektänderung von 100 auf 110 Plätze hervor. Das helfe dem Landkreis, der im Bedarfsplan eine dreistellige Lücke hat. Und Graichen griff auf, dass kurz vor ihm eine Lehrerin an die Eröffnung der Grundschule vor fünf Jahren erinnert hatte. „Was in fünf Jahren ist? Wir haben die Diskussion um die Regiser Oberschule im Blick. Gemeinsam wollen wir nach einer sinnvollen Lösung suchen.“ Der Stadt fehlt – wieder mal – das Geld für eine dringende Sanierung.

Architekt Christian Strauß stiftete 100 Euro für Bastelmaterial. Awo-Chefin Heike Buchheim übergab einen silbernen Zug für die „Reise“, das Leben im neuen Gebäude. Und SPD-Stadtrat Stephan Kretzschmar reichte Kita-Leiterin Stiller einen Scheck über 500 Euro aus einer Sammlung im Kommunalparlament. Zudem kündigte er an: „Ziel des Stadtrates ist, dass die große Gruppe, wenn sie in die Oberschule kommt, in eine saniertes oder neues Haus einzieht.“ Und schob mit Blick auf den Landrat nach: „Das soll in fünf Jahren schon fertig sein.“

Während am Mittwoch gefeiert wurde, erfolgt am Freitag der Umzug für die weiter genutzte Ausstattung. Ab Montag wird Gewusel und Kinderlachen – sicherlich ab und zu auch Geschrei – die großen hellen Räume im L-förmigen Flachbau des neuen „Regenbogenlands“ füllen. Im kleinen Schenkel befindet sich der Krippenbereich mit zweimal 15 Plätzen, im längeren Teil gibt es die vier Räume, die wie Gruppenhäuser mit Terrassen in den Hof ragen, für jeweils maximal 20 Drei- bis Sechsjährige. 91 Steppkes, darunter 28 Krippenkinder ziehen hier ein, sagt Leiterin Stiller. Um die Mädchen und Jungen kümmern sich zwölf pädagogische Mitarbeiter, ein Hausmeister und zwei technische Kräfte helfen mit.

Von Olaf Krenz

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