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Borna Regis-Breitingen: Fehlende Absprachen und höhere Kosten bei Bau der Forststraße
Region Borna Regis-Breitingen: Fehlende Absprachen und höhere Kosten bei Bau der Forststraße
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16:51 23.02.2018
Pflasterarbeiten am Gehweg der Forststraße im Stadtteil Breitingen. Der geplante Abschluss des Straßenbaus im Juli ist nicht zu halten. Quelle: Jens Paul Taubert
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Regis-Breitingen

Dass der Winter Bauprojekte verzögert, ist Jahr für Jahr zu erleben. Doch auch im späten Frühjahr, bei teils (hoch-)sommerlichen Temperaturen, läuft nicht alles, wie geplant. Die Sanierung der Forststraße in Regis-Breitingen ist dafür ein Beispiel. Wobei das Wetter an den aktuellen Schwierigkeiten keine Aktie hat. Hingegen sind die Firmen beim Ersatzneubau für die Kindertagesstätte „Regenbogenland“ voll in Schwung. Zum Monatsende stehen die letzten drei Auftragsvergaben an.

Für die Arbeiten in der Forststraße musste der Stadtrat in der jüngsten Sitzung Mehrkosten abnicken: zwei Nachträge über insgesamt rund 37 000 Euro. „Einerseits waren Aufgaben, die erledigt werden mussten, nicht mit in der Ausschreibung drin, etwa wegen Betonteilen, die in Straße und Gehweg gefunden wurden“, sagt Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) der LVZ. Und zum anderen wurde eine mit Palisaden geplante Stützmauer verworfen, weil die Statik nicht klar gewesen sei. Jetzt werden L-Elemente aus Beton dafür verwendet.

So kritisch höhere Ausgaben für die Stadt mit ganz engem Haushalt sind: Schwerer wiegen die Probleme mit dem Zeitplan. „Da sieht es schlecht aus“, muss Lenk eingestehen. Das Projekt ist ins Stocken gekommen. Zwar sollte von vornherein ein etwa 80 Meter langes Stück unter der Bahnbrücke seine ordentliche Fahrbahndecke erst 2019 erhalten, weil die Brücke im Herbst zuvor ersetzt wird. Dennoch war vorgesehen, bereits sämtliche Leitungen im Boden zu verlegen. Wofür die Vorbereitungen offensichtlich nur mangelhaft waren.

„Für die Unterquerung des Brückenabschnitts müssen individuelle Vereinbarungen mit der Deutschen Bahn getroffen werden“, erklärt der Bürgermeister. Bei der Stadt und dem Zweckverband Wasser/Abwasser Bornaer Land, der Abwasserkanal und Trinkwasserleitung erneuert, hatte das geklappt. Verzögerungen gab es jedoch bei den Gas-, Strom- und Telekommunikationsfirmen. „Jetzt haben die wohl auch Zusagen erhalten, aber sie benötigen auch noch Schachtscheine“, sagt Wolfram Lenk. Hinzu komme eine Veränderung gegenüber der Planung. „Die Gasleitung muss erst tiefer gelegt werden, ehe dann der Kanal darüber verlegt wird.“

Damit sei die ursprüngliche Fertigstellung im Juli nicht zu halten. Für die Anwohner stelle der Zeitverzug kein Problem dar, da sie ihre Grundstücke erreichen können, so der Stadtchef. Allerdings bleibe die direkte Verbindung nach Ramsdorf und Lucka weiter gekappt, müsse noch die Umleitung über Deutzen genutzt werden. Eben auch vom Bus aus Borna, der über Deutzen den Bahnhof in Breitingen anfährt und dann erneut übers Nachbardorf Richtung Ortsteile kurvt.

Richtig problematisch wird es, wenn der Landkreis die Deutzener Straße vom Ortseingang bis zur Blumrodaer Straße für eine neue Deckschicht sperrt. Den Beginn hat er gerade für den 14. August angekündigt. „Dass beide Ortsdurchfahrten gleichzeitig dicht sind, geht nicht“, sagt Lenk. Wo ver- oder geschoben wird, ist noch offen. Kann sein, dass der Verkehr zeitweise über eine provisorisch geschlossene Forststraße rollt. „Damit sind die nächsten Mehrkosten schon abzusehen.“ Dann dürfte das Vorhaben die eine Million Euro überschreiten, die derzeit wohl noch knapp verfehlt wird.

Demgegenüber sind beim Kita-Neubau nach dem Winterverzug Probleme ausgeblieben. „Dort geht es gut“, so Bürgermeister Lenk. Nach dem Richtfest am 10. Mai läuft nun der Innenausbau. Damit es beim neuen Abschlusstermin Ende November bleibt, soll der Stadtrat am 29. Juni die letzten drei Firmen beauftragen. Für das zunächst ausgeschriebene Los Außenanlagen/Spielgeräte war ein 60 Prozent höherer Preis, als berechnet, aufgerufen worden. Deshalb wurde es aufgeteilt. Zudem geht es um die Möbel.

Von Olaf Krenz

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