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Borna Regis-Breitingen: Kraftakt Orgelsanierung
Region Borna Regis-Breitingen: Kraftakt Orgelsanierung
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20:00 16.02.2012
David Nitzpon, Maximilian Schindler und Alexander Seedorf (von links) von der Tischlerfirma Klaus Schindler aus dem Bad Lausicker Ortsteil Ebersbach verlegen auf der Orgel-Empore der Regiser Stadtkirche neue Dielen. Quelle: Hartmut Karich
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Regis-Breitingen

Die Tischlerfirma von Klaus Schindler aus dem Bad Lausicker Ortsteil Ebersbach erneuert derzeit den Holzfußboden auf der Empore rund um den Spieltisch, und die Orgelbauer aus Kohren-Sahlis halten allen Widrigkeiten zum Trotz am Übergabetermin zu Pfingsten fest. Am 26. September 2011 demontierte die Orgelbaufirma Bochmann das wertvolle Instrument und holte es zur Restauration in die Kohren-Sahliser Werkstatt (die LVZ berichtete). Die Arbeiten gehen gut voran. „Die Windladen sind schon wieder eingebaut, und die neuen Prospektpfeifen stehen in der Kirche zum Einbau bereit", erzählt Orgelbaumeister Gerd-Christian Bochmann. „Jetzt sind wir dabei, die Trakturen fertigzustellen, doch das verzögert sich etwas durch den Fußboden. Wir wollten eigentlich schon weiter sein."Sorgenkind Fußboden. „Zum Ausbau des Steuergestänges zwischen Spieltisch und Orgelgehäuse musste die Dielung vor dem Spieltisch geöffnet werden", heißt es im Protokoll einer Besprechung mit Baupfleger Roy Kreß vom Regionalkirchenamt. Was so harmlos klingt, erwies sich als Bremsklotz für die Restaurierung. „Beim Öffnen der Dielen ist ein starker Holzwurmbefall festgestellt worden", schildert Jacqueline Allner vom Pfarramt Regis-Breitingen die böse Überraschung. „Das war kein Pappenstiel. Da mussten Profis ran."Gar nicht so einfach, kurzfristig einen Tischler zu organisieren. Die Kirchnerin hat es geschafft. Seit Anfang des Monats sind die Handwerker der Firma Schindler bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt auf der Empore am Werk. David Nitzpon, Alexander Seedorf und Maximilian Schindler verlegen nicht nur neue Dielen. „Der Boden hatte sich nach vorn zur Brüstung hin gesenkt. Wir gleichen beim Montieren der Bretter mit einem entsprechenden Unterbau das leichte Gefälle aus", erklärt David Nitzpon.Und die Tischler beheben gleich noch ein weiteres Problem. Es hängt mit dem freistehenden Spieltisch zusammen, der eine große Besonderheit des im Jahre 1841 vom Bornaer Orgelbaumeister Urban Kreutzbach geschaffenen Instrumentes ist. Jener Spieltisch wurde ursprünglich direkt am Emporengeländer errichtet. Irgendwann hat sich die Kirchgemeinde entschlossen, die Emporenfläche zu vergrößern und nach vorn zu verlängern. Dafür wurden auf das vorhandene Tragwerk große, massive Balken aufgelegt.

Diese Balkenlage blockierte nun aber unten an den Seiten des Spieltisches die „Füllungen", abnehmbare Holzabdeckungen, hinter denen man Zugriff auf die Orgelmechanik hat. Tischler und Orgelbauer berieten gemeinsam vor Ort. „Künftig werden diese Füllungen wieder abnehmbar sein", so Nitzpon. Vor dem Spieltisch sorgt künftig außerdem eine Bodenklappe für besseren Zugriff.

4000 zusätzliche Euro kostet die Tischler-Aktion. „Wir sammeln wieder Spenden", erzählt Jacqueline Allner.Trotz allem ist man fest überzeugt, dass die Orgel beim Pfingstgottesdienst zum ersten Mal wieder erklingt. „Der Termin steht, auch wenn das wohl einige Überstunden und Wochenenden kosten wird", blickt Gerd-Christian Bochmann voraus.

Hartmut Karich

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