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Regis-Breitingen startet mit Münchener Firma in Breitband-Analyse

Stadtrat Regis-Breitingen startet mit Münchener Firma in Breitband-Analyse

Regis-Breitingen macht sich langsam auf den Weg zum schnellen Internet. Der Stadtrat hat jetzt eine Münchener Firma mit den Beratungsleistungen für den angestrebten Breitbandausbau beauftragt. Der Förderbescheid dazu liegt bereits seit Jahresbeginn im Rathaus.

Schnelles Internet ist für viele Bürger in Regis-Breitingen noch Fehlanzeige.

Quelle: dpa

Regis-Breitingen. Die von Bundes- und Landespolitik propagierte Digitale Offensive hat bisher um die Stadt Regis-Breitingen einen Bogen gemacht. Jetzt hat der Stadtrat einen Berater ausgesucht, der Bewegung in die Angelegenheit bringen soll, damit es für Einwohner und Wirtschaft mit leistungsfähigem Internet nicht nur bei Hörensagen sowie neidischen Blicken in die Nachbarschaft bleibt. Den Zuschlag erhielt in der jüngsten Sitzung die Firma K. Greentech aus München. Nach einem schnellen Weg zum schnellen Netz in Regis-Breitingen klang das in der Stadtratssitzung allerdings nicht.

Versorgung derzeit schlecht

Mit einer durchschnittlichen Datenübertragungsrate von kaum sechs Megabit pro Sekunde (Mbit/s) über die Telefonleitung (DSL) steht in der Kommune nur der untere Rand der sogenannten Breitbandversorgung zur Verfügung. Lediglich rund ein Viertel der Haushalte und Unternehmen kann laut Breitbandatlas des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur über 16 Mbit/s verfügen. In den drei Ortsteilen, die zum Telefonortsnetz Lucka gehören, liegen gar nur 3,5 Mbit/s an, sagte die Abgeordnete Susan Keller (Bürger für Hagenest, Ramsdorf, Wildenhain). Der Bund strebt aber an, dass in einem ersten Schritt bis Ende 2018 allen Haushalten in Deutschland mindestens 50 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen.

Auf dem Weg dahin werden die Kommunen unterstützt. Regis-Breitingen hat Fördermittel für Beratungsleistungen beantragt und die Zusage über maximal 50 000 Euro erhalten. Der Bescheid war Anfang des Jahres im Rathaus eingegangen, erwähnte Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke). Worauf SPD-Stadtrat Stephan Kretzschmar kritisierte, dass bis zu Ausschreibung und Vergabe zu viele Monate vergangen waren. Eine Erklärung erhielt er dafür nicht.

Sechs Firmen haben Angebote gemacht

Von den elf angeschriebenen Firmen hatten sechs ein Angebot abgegeben. Die K. Greentech GmbH, die auf ihrer Homepage mit Referenzen aus Eisenach und Cottbus, Garching und Rheingau-Taunus-Kreis wirbt, war mit 16 660 Euro am günstigsten. Zunächst geht es um eine Markterkundung, so Lenk, sowohl für Stadtgebiet als auch die Ortsteile. Mit der Bestandsanalyse werde bei Telekommunikationsunternehmen das Interesse am eigenständigen Leitungsausbau erfragt.

„In Böhlen zum Beispiel hat das dann die Telekom zugesagt“, erklärte der Bürgermeister. Der dortige Berater sei aber für Regis nicht verfügbar, beantwortete er Kellers Frage. Bleibe das Vorgehen ohne Erfolg, werde eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zu verschiedenen Modellen angestellt, wie die Kommune selbst beim Ausbau vorgehen kann. Ein Modell sei, bei Tiefbauarbeiten Leerrohre mit in den Boden zu bringen, in die später Breitbandkabel verlegt werden können.

Von Olaf Krenz

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