Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Regis-Breitingen startet mit Münchener Firma in Breitband-Analyse
Region Borna Regis-Breitingen startet mit Münchener Firma in Breitband-Analyse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 15.10.2017
Schnelles Internet ist für viele Bürger in Regis-Breitingen noch Fehlanzeige. Quelle: dpa
Anzeige
Regis-Breitingen

Die von Bundes- und Landespolitik propagierte Digitale Offensive hat bisher um die Stadt Regis-Breitingen einen Bogen gemacht. Jetzt hat der Stadtrat einen Berater ausgesucht, der Bewegung in die Angelegenheit bringen soll, damit es für Einwohner und Wirtschaft mit leistungsfähigem Internet nicht nur bei Hörensagen sowie neidischen Blicken in die Nachbarschaft bleibt. Den Zuschlag erhielt in der jüngsten Sitzung die Firma K. Greentech aus München. Nach einem schnellen Weg zum schnellen Netz in Regis-Breitingen klang das in der Stadtratssitzung allerdings nicht.

Versorgung derzeit schlecht

Mit einer durchschnittlichen Datenübertragungsrate von kaum sechs Megabit pro Sekunde (Mbit/s) über die Telefonleitung (DSL) steht in der Kommune nur der untere Rand der sogenannten Breitbandversorgung zur Verfügung. Lediglich rund ein Viertel der Haushalte und Unternehmen kann laut Breitbandatlas des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur über 16 Mbit/s verfügen. In den drei Ortsteilen, die zum Telefonortsnetz Lucka gehören, liegen gar nur 3,5 Mbit/s an, sagte die Abgeordnete Susan Keller (Bürger für Hagenest, Ramsdorf, Wildenhain). Der Bund strebt aber an, dass in einem ersten Schritt bis Ende 2018 allen Haushalten in Deutschland mindestens 50 Mbit/s im Download zur Verfügung stehen.

Auf dem Weg dahin werden die Kommunen unterstützt. Regis-Breitingen hat Fördermittel für Beratungsleistungen beantragt und die Zusage über maximal 50 000 Euro erhalten. Der Bescheid war Anfang des Jahres im Rathaus eingegangen, erwähnte Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke). Worauf SPD-Stadtrat Stephan Kretzschmar kritisierte, dass bis zu Ausschreibung und Vergabe zu viele Monate vergangen waren. Eine Erklärung erhielt er dafür nicht.

Sechs Firmen haben Angebote gemacht

Von den elf angeschriebenen Firmen hatten sechs ein Angebot abgegeben. Die K. Greentech GmbH, die auf ihrer Homepage mit Referenzen aus Eisenach und Cottbus, Garching und Rheingau-Taunus-Kreis wirbt, war mit 16 660 Euro am günstigsten. Zunächst geht es um eine Markterkundung, so Lenk, sowohl für Stadtgebiet als auch die Ortsteile. Mit der Bestandsanalyse werde bei Telekommunikationsunternehmen das Interesse am eigenständigen Leitungsausbau erfragt.

„In Böhlen zum Beispiel hat das dann die Telekom zugesagt“, erklärte der Bürgermeister. Der dortige Berater sei aber für Regis nicht verfügbar, beantwortete er Kellers Frage. Bleibe das Vorgehen ohne Erfolg, werde eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zu verschiedenen Modellen angestellt, wie die Kommune selbst beim Ausbau vorgehen kann. Ein Modell sei, bei Tiefbauarbeiten Leerrohre mit in den Boden zu bringen, in die später Breitbandkabel verlegt werden können.

Von Olaf Krenz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Borna wollen viele Eltern ihre Erstklässler in Neukirchen sowie an der Clemens-Thieme-Grundschule einschulen. Allerdings steht bereits jetzt fest, dass nicht alle Eltern ihre Sprösslinge an ihrer Wunschschule unterbringen können. Die Entscheidung darüber liegt bei den Schulleitern.

12.10.2017

Nach den Nazi-Symbolen auf einer Gebäudewand des früheren Pfarramtes in Lobstädt beschäftigt ein weitere Fall rassistischer Schmierereien die Polizei in Borna. Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, hatten unbekannte Täter in der Nacht zu Mittwoch einen Einkaufsmarkt beschmutzt.

13.10.2017

Bei Bauarbeiten in Böhlen ist am Donnerstagnachmittag die Hauptgasleitung beschädigt worden. Umliegende Wohnhäuser mussten geräumt werden. Die Bewohner konnten zurückkehren, nachdem das Leck abgedichtet war.

12.10.2017
Anzeige